ABB – das 2. Quartal 2017
Auftragsschub bei Robotik und Antrieben
ABB hat die Zahlen für das 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben. Auftragseingang und Umsatz legten gegenüber dem Vorjahresquartal zu. Besonders hervor sticht die Sparte ‚Robotik und Antriebe‘.
Der Auftragseingang von ABB legte gegenüber der Vorjahresperiode auf vergleichbarer Basis (Lokalwährung bereinigt um Akquisitionen und Veräusserungen) insgesamt um 3 % zu (stabil in US-Dollar). Die beträchtlichen Zuwächse in der Division Robotik und Antriebe und der Division Industrieautomation konnten den Rückgang in den Divisionen Elektrifizierungsprodukte und Stromnetze mehr als ausgleichen. Der Auftragsbestand belief sich Ende Juni 2017 auf 23,6 Mrd. US-Dollar und lag 1 % (7 % in US-Dollar) unter dem des zweiten Quartals 2016.
Die attraktiven langfristigen Aussichten zur Nachfrage in den drei wichtigsten Kundensegmenten von ABB - Energieversorgung, Industrie, Transport und Infrastruktur - stützen sich auf die Energiewende und die 4. Industrielle Revolution.
© ABBDer Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal 2017 um 1 % (Rückgang um 3 % in US-Dollar). Er stieg in den Divisionen Elektrifizierungsprodukte sowie Robotik und Antriebe. In der Division Stromnetze lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahresquartals, während er sich in der Division Industrieautomation aufgrund des geringeren Auftragsbestands abschwächte. Im Service- und Softwaregeschäft blieb der Umsatz stabil (Rückgang um 2 % in US-Dollar) und steuerte ebenso wie in der Vorjahresperiode 17 % zum Gesamtumsatz bei.
Das operative EBITA ging hingegen währungsbereinigt um 5 % (7 % in US-Dollar) auf 1,04 Mrd. US-Dollar zurück. Die operative EBITA-Marge betrug 12,4 % und lag damit 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert der Vorjahresperiode. Der Konzerngewinn stieg von 406 Millionen US-Dollar auf 525 Millionen US-Dollar.
Die Entwicklung der Sparten
Bei den Elektrifizierungsprodukten stieg Im ersten Halbjahr 2017 der Auftragseingang insgesamt um 1 % (Rückgang um 2 % in US-Dollar). Der Umsatz legte im Berichtsquartal um 2 % zu (Rückgang um 1 % in US-Dollar). Die operative EBITA-Marge verbesserte sich gegenüber dem Vorquartal, gab im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 jedoch nach. Ursache hierfür waren vor allem höhere Rohstoffkosten, die Produktivitätsgewinne und Kostensenkungen mehr als aufgehoben haben.
Die Sparte Robotik und Antriebe legte beim Auftragseingang insgesamt um 14 % (12 % in US-Dollar) zu, wobei alle Regionen und Geschäftseinheiten zu dem beträchtlichen Zuwachs beitrugen. Externe Basisaufträge erhöhten sich um 10 % (8 % in US-Dollar), getragen vom anhaltend starken Wachstum im Robotiksegment und der Konsumgüterindustrie. Der Umsatz wuchs um 5 % (3 % in US-Dollar).
Im Bereich Industrieautomation wuchs der Der Gesamtauftragseingang um 8 % (6 % in US-Dollar) aufgrund von einzelnen Investitionen im Öl- und Gassektor und in der Bergbauindustrie. Externe Basisaufträge entwickelten sich weiterhin positiv. Der Umsatz ging um 7 % (9 % in US-Dollar) aufgrund des geringeren Auftragsbestands zurück.
Bei den Stromnetzen schließlich legten externe Basisaufträge im Berichtsquartal dank Investitionen in Schwellenmärkten um 2 % zu (stabil in US-Dollar), während der Gesamtauftragseingang durch die Terminierung von Großsaufträgen beeinflusst wurde. Der Umsatz blieb dank der soliden Abwicklung des Auftragsbestands stabil (Rückgang um 3 % in US-Dollar).
Änderungen in der Konzernleitung
Mit Wirkung zum 1. April 2017 wechselte Timo Ihamuotila von Nokia zu ABB, wo er als Finanzchef (Chief Financial Officer) in die Konzernleitung berufen wurde. Chunyuan Gu, Managing Director von ABB in China, wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2017 zum Leiter der Region Asien, Naher Osten und Afrika (AMEA) ernannt und in die Konzernleitung berufen. Chunyuan übernimmt die Leitung der Region AMEA von Frank Duggan, der zum Leiter der Region Europa ernannt wurde. Damit tritt er die Nachfolge von Bernhard Jucker an, der am 30. Juni nach einer langen Karriere bei ABB in den Ruhestand getreten ist.













