Funkstandards
Was kommt nach WLAN, Bluetooth und ZigBee?
Die Fabrik der Zukunft erfordert Funktechnologien, die mehr können, schneller, leistungsfähiger und sicherer sind als existierende Lösungen. Im Projekt HiFlecs entwickeln daher Forscher am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) einen komplett neuen Funkstandard.
Maschinen und Anlagen, die sich selbst steuern, und Werkstücke, die über das Band laufen und selbst bestimmen, wohin sie transportiert und weiterverarbeitet werden wollen – so soll die Produktion von morgen aussehen. Bestehende Kommunikationslösungen können den sich daraus ergebenden Anforderungen nach Überzeugung von Professor Jürgen Jasperneite, Leiter des Institutes für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL, allerdings nicht mehr gerecht werden. Kabelgebundene Installationen etwa bedeuten Einschränkungen hinsichtlich der Flexibilität, und keine der bestehenden drahtlosen Funklösungen - wie WiFi, Bluetooth oder ZigBee – könne die erforderlichen Übertragungsraten und Reaktionszeiten erreichen.
"Benötigt wird daher ein Funksystem mit einem aufeinander abgestimmtem, durchgängigen Design der Kommunikationsschichten", so Professor Uwe Meier, Vorstandskollege von Jasperneite am inIT und Verantwortlicher des neuen Entwicklungsprojektes HiFlecs des inIT. HiFlecs steht für "hochperformante, sichere Funktechnologien und deren Systemintegration in zukünftige industrielle Closed-Loop-Automatisierungstechniken". Ziel ist es, die bisher verwendeten Funktechnologien zu ersetzen. Generell soll die Effizienz und Flexibilität von Steuerungen und Regelungsprozessen gesteigert werden. "Gelingt dies", so Meier, "haben wir ein neues industrielles Funksystem entwickelt, das weit über den heutigen Stand der Technik hinaus, neue Funktionalitäten und Eigenschaften in der Funkkommunikation bietet."
In Zusammenarbeit mit einem schlagkräftigen Konsortium aus Forschungsinstituten und Industrieunternehmen soll das Vorhaben gemeinsam realisiert werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Lemgoer dabei mit 544.000 Euro.









