Industrial Ethernet

Günter Herkommer,

Version 2 des openPowerlink-Stack veröffentlicht

Ab sofort ist Version 2.0 des Open-Source Powerlink-Stacks verfügbar. Durch die Umgestaltung und Reorganisation wurde laut der Nutzerorganisation EPSG die Architektur des Ethernet-basierten Kommunikationsprotokolls vereinfacht und seine Modularität verbessert.

Die abwärtskompatible neue Version vereinfacht der EPSG (Ethernet Powerlink Standardization Group) zufolge die Applikationsentwicklung für das von der Firma B&R im Jahr 2001 eingeführten Powerlink-Kommunikationssystem und bringt eine schärfere Trennung zwischen der applikationsorientierten Stack-Bibliothek und dem zeitkritischen Stack-Treiber. Dies ermöglicht das Verlagern der Echtzeit-Applikation in einen dezidierten Kommunikationsprozessor oder ein Linux-Kernmodul und so eine Steigerung der Performance, während die API des Stacks im Anwenderbereich bleibt.

Der neue Stack beinhaltet sämtliche von heutigen Powerlink-Geräten benötigten Schlüsselmerkmale. Zusätzlich zum Standard- und Multiplex-Modus unterstützt er das PollResponse Chaining, was in großen Netzwerken die durchschnittliche Antwortzeit verkürzt. Die virtuelle Ethernet-Schnittstelle für die asynchrone Kommunikation unterstützt Multi-ASnd, bei dem die asynchrone Phase des Powerlink-Zyklus mit mehreren Telegrammen aufgefüllt wird, um die asynchrone Bandbreite zu erhöhen. Der Stack kann wahlweise als Master oder -Slave betrieben werden.

Zusätzlich zu den bisher unterstützten Plattformen wie Linux, Windows, VxWorks und FPGA-Slaves verfügt die Version 2.0 über direkte Unterstützung für FPGA-basierte Masters auf Plattformen von Altera und Xilinx sowie als Implementierungen auf dem Sitara-Chip von TI.

Seit die BSD-lizenzierte Software im Jahr 2008 erstmals publiziert wurde, hat die Open-Source-Plattform mehr als 23.000 Downloads registriert.

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