Autonomes Fahren
Testcenter in Aldenhoven geplant
Ein bundesweit einzigartiges Testfeld zum autonomen Fahren möchte ein Projektkonsortium rund um die RWTH Aachen in Aldenhoven bei Aachen errichten – mit Unterstützung des BMBF. Es soll realistische Bedingungen zum Testen von innovativen Fahrzeugsystemen schaffen.
Startschuss für urbanes Testfeld in Aldenhoven: Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (2 v. li.) überreichte den Bewilligungsbescheid für das Forschungsvorhaben 'CERMcity'. Prof. Lutz Eckstein (ika), Landrat Wolfang Spelthahn (Kreis Düren), Bürgermeister Ralf Claßen (Gemeinde Aldenhoven) und RWTH-Rektor Prof. Ernst Schmachtenberg (von li.) freuen sich über Fördergelder des BMBF.
© RWTH AachenDas sogenannte ‘Aldenhoven Testing Center’ entsteht im Rahmen des Vorhabens ‘CERMcity’, an dem sich neben der RWTH Aachen das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die FH Aachen, der TÜV Rheinland sowie die Firmen Baselabs und Silicon Radar beteiligen. ‘CERMcity’ startet am 1. Oktober 2016, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert es mit rund 3,3 Mio. Euro. Auf Seiten der RWTH Aachen wird das Projekt durch das Institut für Kraftfahrzeuge, das Institut für Regelungstechnik sowie das Institut für Hochfrequenztechnik bearbeitet. In den kommenden drei Jahren wollen die Projektpartner gemeinsam die Möglichkeit für die Validierung – also die Erprobung und Absicherung von automatisierten und vernetzten Fahrfunktionen – schaffen. Der Fokus liegt auf Anwendungen in der Stadt.
Das urbane Streckenelement in Aldenhoven wird aus typischen Elementen bestehen, die städtische Verkehrsbereiche ausmachen: Kreuzungen, Ampeln, Kreisverkehre, Bushaltestellen, Parkbuchten oder Bahnübergänge. So sollen aus funktechnischer Sicht realistische Bedingungen geschaffen werden. Neben diesem Streckenelement sollen in dem Testcenter auch Fahrzeugprototypen so ertüchtigt werden, dass sie als Validierungsplattform dienen und prototypische Entwicklungen einzelner Systeme und Komponenten aufnehmen können. Zudem wollen die Beteiligten einen Validierungsprozess definieren, den die Prototypen durchlaufen müssen, wollen sie ihren Reifegrad unter Beweis stellen.
Neben den direkt am Projekt beteiligten Institutionen wird ein Beirat eingerichtet, an dem mehrere Unternehmen aus den Branchen Automobil und IT beteiligt sind. Weitere interessierte Unternehmen sind eingeladen, sich zu engagieren und somit die Anforderungen an die Validierungsumgebung mit zu definieren.










