Industrial Ethernet
ODVA forciert Kooperationen
Anlässlich der Hannover Messe verkündete die ODVA mehrere Kooperationen: Zusammen mit Cisco, Endress+Hauser, Rockwell Automation und Schneider Electric soll eine Vision für Industrial Ethernet in der Prozesstechnik zustandekommen. In Kooperation mit der FDT Group entsteht ein FDT-kompatibler Device Type Manager für CIP-Netzwerke.
Unter dem Banner der „Intitiative für die Prozessautomatisierung“ will die ODVA zusammen mit Cisco Systems, Endress+Hauser, Rockwell Automation und Schneider Electric den Einsatz von Industrial Ethernet in der Prozessindustrie vorantreiben. Basierend auf der Industrial Ethernet/IP-Technologie der ODVA soll eine umfassende Ethernet-Lösung für die Prozessautomation entstehen – angefangen bei Lösungen, was den Zugriff auf Geräte-Ebene betrifft, bis hin zur Erfüllung der Anforderungen der funktionalen Sicherheit, Explosionssicherheit, großer Distanzen und umfassender Diagnose.
Ethernet/IP gilt als etabliert in der Fer-tigungsautomatisierung, wobei die dort eingesetzten Automatisierungsplattformen hauptsächlich durch eine diskrete Steuerung gekennzeichnet sind. Laut ODVA habe die Akzeptanz dieser Ethernet-Ver-sion in diskreten Anwendungen zu einem Zusammenwachsen von Automatisierungsplattformen mit diskreten und hybriden Anwendungen geführt, wodurch Ethernet/IP auch in typischerweise hybriden Industrien verbreitet und anerkannt sei. "Basierend auf erfolgreichen Kundenerfahrungen mit Ethernet/IO in hybriden Industrien ist ODVAs Initiative für die Prozessautomatisierung der nächste logische Schritt", sagt Dr. Raimund Sommer, Geschäftsführer von Endress+Hauser Process Solutions und Mitglied des ODVA-Vorstands.
CIP-Netzwerke in FDT2
Zudem wird derzeit innerhalb der FDT Group daran gearbeitet, einen Anhang zur FDT2-Spezifikation für die ODVA-Produktreihe der CIP-Netzwerke zu ent-wickeln. Der neue Anhang soll die Unterstützung eines FDT-kompatiblen Device Type Managers (DTM) auch für Anwender der CIP-Netzwerke (Ethernet/IP, Devicenet, Componet und Controlnet) ermöglichen, die von den in FDT2 enthaltenen Erweiterungen der FDT-Technologie profitieren möchten.
Die FDT-Technologie standardisiert die Konfigurationsschnittstelle zwischen Feldgeräten und Hostsystemen, unabhängig vom zur Datenübertragung verwendeten Kommunikationsprotokoll. Damit wird ein Zugriff auf die Geräteparameter durch Anwendungen ermöglicht, bei denen eine umfangreiche Gerätekonfiguration erforderlich ist. Die CIP-Technologie von ODVA umfasst eine Reihe von Diensten für industrielle Automatisierungsanwendungen, wie Steuerungs-, Sicherheits-, Energie-, Synchronisierungs-, Achssteuerungs-, Informations- und Netzwerkmanagement. Bei der Nutzung von FDT in Verbindung mit CIP und dessen Netzwerkadaptionen entsteht ein System, das den Anwendern eine geräteübergreifende Umgebung für Funktionen der Konfiguration, Kontrolle und Steuerung bietet.
Zur Erarbeitung des Anhangs für die FDT2-Spezifikation gibt es inzwischen eine Arbeitsgruppe innerhalb der FDT Group. Die FDT Group geht davon aus, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr fertiggestellt und sowohl in der FDT2-Spezifikation als auch im zugehörigen IEC-Standard 62453 enthalten sein werden.










