Verbindungstechnik

Ralf Higgelke,

Konsortium entwickelt Steckverbinder für Industrie 4.0

Im Projekt "Intelligente elektrische Steckverbinder und Anschlusstechnologie mit elektronischer Signalaufbereitung" möchten Weidmüller, Erni, Finke Elektronik und Siemens bis 2017 "intelligente" Steckverbinder für die Produktion der Zukunft entwickeln.

Der intelligente Steckverbinder für Industrie 4.0 entsteht im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes "Hochintegrierte 3D-Elektroniksysteme für die intelligente Produktion".

© Weidmüller

Im Kontext von Industrie 4.0 bildet das Internet als Kommunikationsplattform die Basis der "Smart Factory", in der Maschinen zu einem vernetzten Fertigungsprozess zusammengeschlossen sind und untereinander sowie mit den zu produzierenden Produkten kommunizieren. Die elektrischen Anschlusstechnologien in Form von Steckverbindern spielen dabei eine Hauptrolle.

Vor diesem Hintergrund fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt "Intelligente elektrische Steckverbinder und Anschlusstechnologie mit elektronischer Signalaufbereitung" (ISA) im Rahmen seines Förderschwerpunktes "Hochintegrierte 3D-Elektroniksysteme für die intelligente Produktion". Das Projektvolumen beträgt 4,2 Mio. Euro, davon sind 58 % Förderanteil durch das BMBF. Die Projektlaufzeit ist auf drei Jahre angelegt (01/2015 bis 12/2017). An der Realisierung dieser zukunftsweisenden Technologien arbeiten Weidmüller, Erni, Finke Elektronik, Siemens und das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM.

Durch ISA soll die Produktionsvernetzung für wesentliche Bereiche der Automatisierungstechnik verbessert werden. Dazu erforschen die Partner neue Verbindungstechnologien und Integrationstechniken, um "intelligente" Steckverbinder für Sensoren und Aktoren umzusetzen. Damit wird ein weiterer Grundstein zur Verwirklichung der Industrie 4.0 und zur Schaffung Cyber-Physischer Systeme gelegt. Die Entwicklungsergebnisse sollen als Standardisierungs- und Normungsvorschläge in die entsprechenden nationalen wie internationalen Gremien eingebracht werden.

An der Schnittstelle zwischen Maschinen, Steuerungen und Datenverarbeitungsanlagen könne diese Technologien die Grundlage für Innovation, Funktion, einfache Handhabung und Zuverlässigkeit der Automatisierungstechnik bilden. Bedeutsame Effizienzsteigerungen könnten sich durch die Integration von Funktionen in die Verbindungstechnik erzielen lassen – und zwar gleichermaßen bei der Installation und Inbetriebnahme sowie beim zuverlässigen Betrieb von Maschinen und Anlagen. Zudem würde eine optimale Verfügbarkeit und Stabilität der Produktionsprozesse gewährleistet. Diese intelligente Anschlusstechnik soll sich durch optimale Handhabung und Zuverlässigkeit auszeichnen. Sie sollte Sensor-und Diagnosefunktionen integrieren und natürlich dem harten Industriealltag, wie etwa Vibrationen und Schmutz, standhalten.

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