Industrie 4.0

Inka Krischke,

Kompetenzzentren für den Mittelstand

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hat den Start von bundesweit zunächst fünf Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren bekannt gegeben; ein weiteres für das Handwerk soll in Kürze folgen.

© SmartFactory

Die fünf ausgewählten Kompetenzzentren sowie das Handwerks-Kompetenzzentrum sollen praxisrelevantes Wissen zur Anwendung von digitalen Technologien und Industrie 4.0 im Mittelstand aufbereiten und bündeln sowie mittelständische Betriebe themenübergreifend bei der Digitalisierung und der digitalen Transformation durch Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten unterstützen. Zwei Kompetenzzentren starten noch in diesem Jahr, drei weitere folgen Anfang 2016. Insgesamt soll die Anzahl der Kompetenzzentren im nächsten Jahr auf bis zu 16 erhöht werden.

Folgende fünf Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren wurden ausgewählt:

  • Berlin/Brandenburg unter der Leitung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschland
  • Hessen (Darmstadt) unter der Leitung der Technischen Universität Darmstadt, Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen
  • Niedersachsen (Hannover) unter der Leitung der Leibnitz Universität, Produktionstechnisches Zentrum
  • Nordrhein-Westfalen (Dortmund) unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik
  • Rheinland-Pfalz (Kaiserslautern) unter der Leitung des Technologie-Initiative SmartFactoryKL

Flankiert werden die Kompetenzzentren durch vier Mittelstand-4.0-Agenturen, die im Oktober ihre Arbeit aufnehmen werden und ihre Expertise zu vier speziellen Schwerpunktthemen der Digitalisierung in die Kompetenzzentren sowie Unternehmen tragen:

  • Die Agentur „Cloud" unter der Leitung des Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart, unterstützt bei Fragen des Einsatzes und der Verbreitung von Cloud-Computing-Technologien;
  • die Agentur „Prozesse" unter der Leitung des FTK Forschungsinstituts für Telekommunikation und Kooperation in Dortmund leistet Hilfe beim Einsatz von digitalem Prozess- und Ressourcenmanagement;
  • die Agentur „Kommunikation" unter der Leitung der BSP Business School Berlin trägt zur Verbreitung digitaler Kommunikationsprozesse, Wissensmanagement, eLearning und Innovationsmanagement bei;
  • die Agentur „Handel" unter der Leitung von ifH Institut für Handelsforschung in Köln beantwortet Fragen zu neuen Technologien im Digitalen Handel.

Die Zentren und Agenturen sind Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 - Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse", deren Ziel es ist, kleine und mittlere Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Die Initiative soll Mittelstands- und Handwerksunternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und neue Geschäftsfelder im Kontext von Digitalisierung und Industrie 4.0 zu erschließen.

„Gerade Mittelstand und Handwerk haben Unterstützungsbedarf bei der Umsetzung digitaler Produktions- und Arbeitsprozesse. Mit Mittelstand 4.0 wollen wir deshalb kleine und mittlere Unternehmen sensibilisieren, informieren, qualifizieren und ihnen praxisnah konkrete Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten von Industrie 4.0-Anwendungen bieten“, präzisierte Bundesminister Gabriel.

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