SPS IPC Drives 2014
Industrie 4.0 - Chancen und Grenzen
Parallel zum Messegeschehen findet vom 25. bis 27. November wie gewohnt der Kongress der SPS IPC Drives statt: 48 Kongressbeiträge in 16 Sessions, zwei Keynotes und eine Podiumsdiskussion zum Thema Industrie 4.0 sind die Eckwerte. Neu in diesem Jahr: eine Postersession.
Auch in diesem Jahr sind die beiden Keynotes kostenfrei für Messe- und Kongressbesucher zugänglich. Referenten der Keynote 1 zum Thema „Big Data – Herausforderungen und Chancen in technischen Anwendungen“ sind Prof. Dr. Alexander Verl (Uni Stuttgart / Fraunhofer IPA) und Prof. Dr. Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS). Der Begriff „Big Data“ steht für das rasante Wachstum der verfügbaren Datenbestände und die wirtschaftlichen Chancen, die sich für Unternehmen daraus ergeben. Die beiden Referenten erläutern die Grundlagen des Themas und geben einen Überblick über den Stand der Anwendungen in der Wirtschaft mit besonderem Fokus auf Potenziale im industriellen Bereich.
Der Sprecher von Keynote 2 – Unkonventionelle Antriebe mit „Smart Materials“ – ist Prof. Dr. Stefan Seelecke (Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik, Saarbrücken). Unkonventionelle Antriebe sind Aktorsysteme aus sogenannten „smarten Materialien“ – etwa Formgedächtnis-Legierungen, Piezokeramiken oder elektroaktive Polymere. Sie verändern ihre Form bei Anlegen eines externen Stimulus und lassen sich daher direkt zur Linear-Aktorik ohne Zuhilfenahme hydraulischer, pneumatischer oder elektromagnet-basierter Antriebskomponenten verwenden. Dabei zeichnen sie sich oft durch geringes Gewicht, hohe Energie-Effizienz sowie geringen Bauraum aus.
Prof. Dr. Seelecke wird nach einer kurzen Einführung in die Funktionsprinzipien beispielhaft einige Anwendungen vorstellen – etwa Roboterarm-Endeffektoren, die zur industriellen Handhabung und Montage zum Einsatz kommen. Mit Hilfe von Formgedächtnis-Legierung-Aktoren (FGL) lassen sich diese End-Effektoren „on the fly“ rekonfigurieren und ohne Austausch an die jeweils erforderliche Bauteilgeometrie anpassen. Ein weiteres Beispiel sind FGL-basierte Vakuumsaugkonzepte, die den Aufbau dezentraler, druckluftfreier Systeme gestatten. Abschließend wird eine Robotergreifhand vorgestellt, die den Aufbau einer leichtgewichtigen, bio-inspirierten Lösung beschreibt, mit der sich speziell verletzungsgefahrminimierende Systeme zur Mensch-Maschine-Interaktion realisieren lassen.
Beide Keynotes sind auf Mittwoch Nachmittag (26. November) terminiert.
Premiere feiert in in diesem Jahr eine Postersession zum „SPS IPC Drives“ Kongress: Die Poster sind an allen drei Tagen durchgehend im NCC Ost, Eben3, kostenlos zugänglich. Jeweils zwischen 13 und 14 Uhr stehen die Referenten der Beiträge persönlich für Einblicke in die Thematik, Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
An Kongressteilnehmer wendet sich die Podiumsdiskussion am Dienstag Nachmittag (25. November). Sie steht unter dem Motto „Chancen und Grenzen der Industrie 4.0“ und soll den aktuellsten Trend der Automatisierungstechnik in einer Podiumsdiskussion vertiefen. Unter der Moderation von Dr. Reinhard Hüppe werden Experten aus den Bereichen IT, Produktion und Automatisierung erwartet. Teilnehmer erhalten einen Einblick in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Branche. Damit bietet die Diskussionsrunde die Möglichkeit, die Herangehensweise verschiedener Firmen auf dem Weg zu Innovationen kennenzulernen. Die Podiumsdiskussion ist frei zugänglich für alle Kongressbesucher.
Die 48 Vorträge im eigentlichen Kongress decken das Spektrum Automation und Drives ab. Referenten sprechen zu Safety und Security, Engineering in der Automatisierung, Energie-Effizienz und Energiemanagement sowie Antriebsregelung und Umrichtertechnik. Das vollständige Kongressprogramm mit detaillierten Informationen zu Themen und Referenten findet sich online unter www.mesago.de/sps/kongress.
Industrie 4.0 in Wartung und Service
Durch Industrie 4.0 entstehen ganz neue Businessmodelle – insbesondere in Bezug auf Wartung und Service – so der allgemeine Tenor. Aber was bedeutet dies?
Wie sehen solche neuen Businessmodelle aus? Welche Rolle spielen hierbei Big Data und die Cloud? Wer sind die zukünftigen Player diesbezüglich? Sind es die Automatisierer oder drängen ganz neue Aspiranten wie Google, Apple & Co. in die Fabrik?
Alles Fragen, denen sich folgende fünf Spezialisten während der einstündigen Diskussion stellen:
- Frank Engelhardt, Vice President Enterprise Strategy, Salesforce Germany
- Uwe Lindemann, Serviceleiter bei Bosch Rexroth
- Norbert Hauser, Leiter Industrial Automation bei Kontron
- Günther Fischer, Senior Consultant Embedded, WIBU Systems
- Harald Preiml, Vorstand bei Heitec.
Moderation: Meinrad Happacher, Chefredaktion Computer & AUTOMATION













