U.I. Lapp

Inka Krischke,

Ethernet-Lotsen

Seit zwei Jahren gibt es bei Lapp auch Switches. Zur SPS 2019 kommen weitere Ausführungen hinzu, unter anderem die laut Anbieter kleinsten Profinet-Switches am Markt.

Lapp erweitert die Reihe an Ethernet-Switches um managed und unmanaged Geräte. Im Bild der Profinet-Switch ‚NF04T‘.

© U.I. Lapp

Bei Ethernet-Datenverbindungen kommt es neben den Leitungen ebenso auf die Peripherie an, unter anderem auf die Switches als Lotsen im Datenverkehr. Damit Leitungen und Peripherie gut zusammenspielt, bringt Lapp – ursprünglich Anbieter integrierter Verbindungssysteme – neue Switches auf den Markt. Die ‚Etherline Access‘-Switches gibt es in unterschiedlichen Ausführungen mit vier bis 16 Ports, auch in Kombination mit Ports für Lichtwellenleiter sowie als Variante mit Power over Ethernet. 

In dezentralen Schaltschränken in der Produktion geht es eng zu, manchmal lässt sich nicht mal ihre Tür schließen, wenn sie voll bestückt sind. Für solche Fälle gibt es die Profinet-Switches mit vier, acht und 16 Ports. Sie sind mit Abmessungen von 32 mm x 58 mm x 76 mm (Ethernet Access NF04T) die kompaktesten auf dem Markt und lassen sich flach an der DIN-Hutschiene einbauen. Die managed Switches erfüllen Conformance Class B und lassen sich via Web-Interface konfigurieren. 

Ein weiterer neuer Switch dient als Makler zwischen IP-Netzwerken und kommt dort zum Einsatz, wo es Konflikte wegen mehrfach vergebener IP-Adressen gibt. Er besitzt drei LAN-Ports und einen WAN-Port, der den Switch mit einem übergeordneten Unternehmensnetzwerk verbindet. Seine NAT-Funktionalität übersetzt gleiche IP-Adressen auf Maschinenebene in unterschiedliche IP-Adressen auf Unternehmensebene. Oder der Switch übersetzt unterschiedliche externe IP-Adressen in einen anderen Adressbereich für das Netzwerk auf Maschinenebene. Auch eine Port-Weiterleitung und der Routing-Modus sind an Bord. 

Um hohe Übertragungsraten über große Distanzen schaffen zu können, haben zwei weitere managed Switches neben acht RJ45-Ports jeweils noch zwei SFP-Ports zum Anschluss von Lichtwellenleitern, auch für schnelles Gigabit-Ethernet. Die Switches halten Temperaturen zwischen -40 und +75 °C aus und sind nach IP40 gegen das Eindringen von Fremdkörpern geschützt. Dazu gibt es passende SFP-Standardmodule zur Umwandlung des Lichtsignals in elektrische Signale an. 

Eine nützliche Eigenschaft von Ethernet-Leitungen ist, dass sie neben Daten auch elektrische Energie übertragen können. Zwar sind die Leistungen gering, sie reichen aber aus, um etwa Kameras in der Qualitätsüberwachung oder Wifi-Access-Points zu versorgen, eine separate Stromversorgung kann dann entfallen. Ein neuer unmanaged Switch von Lapp hat vier RJ45-Ports mit Power over Ethernet zur Stromversorgung der angeschlossenen Peripherie sowie einen Port für Fast Ethernet.

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