Belden/Hirschmann/Lumberg

Meinrad Happacher,

Die Belden-Neuheiten zur SPS/IPC/Drives

Im Vorfeld der SPS/IPC/Drives gaben Dr. Hubert Ermer und Wolfgang Schenk schon einmal einen Ausblick auf die Neuheiten der beiden Geschäftsbereiche Industrial Connection Solutions und Industrial Networking zur Automatisierungsmesse im November.

Dr. Hubert Elmer, Geschäftsführer der Belden Industrial Connecting Division: „Wir wollen verstärkt kundenspezifische Lösungen anbieten.“ Bis 2014 sollen diese 50 Prozent des Umsatzes ausmachen (derzeit ein Drittel des Umsatzes).

© Hirschmann

Das Portfolio des von Dr. Hubert Ermer verantworteten Belden-Geschäftsbereiches Industrial Connecting Solutions reicht von Produkten für die Verkabelung von Aktoren und Sensoren über Energiesteckverbinder bis hin zu Anschlusslösungen für LED-Beleuchtungen und wird unter den Marken Hirschmann und Lumberg Automation vertrieben. Der Geschäftsbereich bietet zudem Verteilersysteme und E/A-Modulen für Feldbus- und Ethernet-Netzwerke an. 2010 betrug der weltweite Umsatz 85 Mio. Euro. In diesem Jahr rechnet Belden mit einem Wachstum von knapp 10 Prozent auf dann 93 Mio. Euro. „Diesen Erfolgskurs werden wir – sofern die Wirtschaftskonjunktur nicht durch die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen wird – auch in den kommenden Jahren fortsetzen“, ist der Managing Director überzeugt. Dazu beitragen sollen zusätzliche Ethernet-basierte Systeme für den Maschinenbau, neue Entry Level-Produkte mit einem optimierten Materialmix und vermehrte kundenspezifische Lösungen. „Außerdem werden wir unsere Präsenz in Asien ausbauen“, so der Belden-Chef.

 

Die Geschäftseinheit Industrial Networking wird von Wolfgang Schenk geleitet und erwirtschaftete in 2010 einen Umsatz von 155 Mio. Euro. Dabei splittet sich das Geschäft folgendermaßen auf: 55 % des Umsatzes wird in generellen Industrieapplikationen verdient; 17 % bei den Traffic Systems, 9 % bei alternativen Energien, 8 % bei Öl und Gas und 6 % im Automotive-Bereich.

 

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Wolfgang Schenk, Leiter der Geschäftseinheit Industrial Networking, konnte jetzt Yokogawa als Partner gewinnen.

© Hirschmann

Insbesondere was das Thema Industrial Ethernet betrifft, berichtet Schenk von zwei Highlights. Zum einen hat Belden jetzt Yokogawa als Partner gewonnen: Das japanische Unternehmen wird zukünftig in industriellen Anwendungen weltweit Hirschmann Industrial Ethernet Switches einsetzen. Und zum anderen war Belden maßgeblich an der Entwicklung zweier neuer Protokolle -- PRP (Parallel Redundancy Protocol) und HSR (High-availability Seamless Redundancy) – beteiligt, die die Verfügbarkeit und Fehlerabsicherung von Netzwerkverbindungen deutlich verbessern sollen. Zusammen mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und weiteren Industriepartnern konnte inzwischen die Funktionsfähigkeit der beiden Verfahren demonstriert werden. Bereits Ende November wird Belden auf der SPS/IPC/DRIVES erste Serienprodukte aus seinem Hirschmann-Programm vorstellen, die PRP unterstützen. Dabei handelt es sich zunächst um Industrial Ethernet-Switches sowie eine Embedded-Switch-Baugruppe zur Integration in Endgeräte. Im zweiten Schritt sollen 2012 Geräte folgen, die HSR unterstützen.

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