Normen für Industrie 4.0
China und Deutschland wollen enger zusammenarbeiten
Um Normen für die Industrie 4.0 zu entwickeln und zu definieren, hat der VDE|DKE Anfang Juli ein Memorandum of Understanding mit der 'Standardization Administration of the People’s Republic of China' (SAC) unterschrieben.
Die Vertreter beider Länder waren sich bei einem Besuch der chinesischen Delegation des SAC beim VDE und seiner Normungsorganisation DKE Anfang Juli 2015 einig: Um langfristig gewinnbringend arbeiten zu können, müssen die Chancen der Digitalisierung frühzeitig erkannt werden. In der gemeinsamen Erklärung bekräftigten beide Seiten die hohe Relevanz einer internationalen Normungsarbeit. Die Fertigungsindustrie ist sowohl für Deutschland als auch für China ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Die Absicht einer Zusammenarbeit hatte das deutsch-chinesische Komitee bereits im Mai 2015 bei seiner Sitzung in Chengdu, China schriftlich festgehalten. Mit der damaligen Vertragsunterzeichnung wurde auch die neue Arbeitsgruppe 'Intelligent Manufacturing' gegründet.Neben den bereits bestehenden Bereichen 'E-Mobility' und 'Smart Cities' ist mit 'Industrie 4.0' nun ein weiteres zukunftsweisendes Thema hinzugekommen. "Die gemeinsame Arbeitsgruppe für Industrie 4.0 ist auch eine Weiterentwicklung der Anforderungen der Bundesregierung zum Wirtschaftszweig 4.0. Sie stand im Zusammenhang mit den Regierungskonsultationen durch den chinesischen Premier Li Keqiang und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Oktober 2014", so Reinhold Pichler, Leiter des 'DKE ExcellenceCluster Industrie 4.0' im VDE.
Ein erstes Exempel für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit gibt es bereits: das Normungsprojekt "Plugs and sockets for industrial purposes - Low-voltage docking connectors with pins and contact-tubes for mobile energy storage units". Es greift den Bereich Steckvorrichtungen für Batteriewechselsysteme auf und wurde vom deutschen nationalen Komitee bei der International Electrotechnical Commission (IEC) eingereicht und angenommen.









