Echtzeit-Kommunikation

Stefanie Eckardt,

Bosch, Vodafone und Huawei testen LTE-V2X

Bosch, Vodafone und Huawei prüfen die neue Technologie LTE-V2X auf der Teststrecke der Autobahn A9 bei Allershausen live. Die neue Mobilfunk-Technologie ermöglicht den direkten und verzögerungsfreien Austausch von Informationen zwischen Fahrzeugen.

Bosch, Vodafone und Huawei testen LTE-V2X auf der A9 bei Allershausen.

© Harsanyi Andras / Shutterstock

Eine schnelle und direkte Kommunikation zwischen den Autos optimiert den Verkehrsfluss und soll Unfallzahlen senken. Gemeinsam mit dem übergreifenden Mobilfunknetz bietet sie in Zukunft eine zusätzliche Absicherung für den vollvernetzten Straßenverkehr. Bosch, Vodafone und Huawei testen daher LTE-V2X auf der A9 bei Allershausen.

Vodafone installiert auf der Teststrecke der A9 ein leistungsstarkes Mobilfunknetz für die Datenübertragung. Huawei erstellt als Systemtechnologiepartner die Mobilfunkmodule für die Autos und installiert die benötigte Kommunikationstechnik in den Basisstationen. Bosch integriert die Mobilfunkmodule und entsprechende Software in den Fahrzeugen und führt die Messungen vor Ort durch. Im Testbetrieb wollen die Partner unter Livebedingungen zeigen, dass die Direkt-Kommunikation zwischen den Autos per Mobilfunk mit sehr geringer Latenz funktioniert und wie sie sich von WLAN-basierten Alternativen unterscheidet. Die Unterstützung durch das übergreifende Mobilfunknetz sorgt außerdem für maximale Zuverlässigkeit und erleichtert die Koordination der Kommunikation zwischen den Autos. LTE-V2X wird derzeit in internationalen Gremien spezifiziert. Bosch, Vodafone und Huawei setzen mit Ihren Tests erstmals in Europa überhaupt auf dem neuesten Stand der Spezifikation auf.

Zunächst wird die Technologie als Echtzeit-Warnsystem beim Spurwechsel auf der Autobahn getestet. Dabei tauscht das Auto jegliche Fahrzeuginformationen – zum Beispiel Geschwindigkeit und Position – mit den Fahrzeugen im Umfeld aus. Nähert sich beim Spurwechsel ein Auto mit hoher Geschwindigkeit von hinten, sodass es zum Unfall kommen kann, erhält der Fahrer eine Warnung. Ein verzögerungsfreier Informationsaustausch ist hierbei entscheidend. Später wird die Technologie bei weiteren Szenarien getestet, um zu untersuchen, welche Funktionen neben der Frühwarnung bei Spurwechsel vorrangig von der schnellen Datenübermittlung profitieren können. Dazu zählt beispielsweise die Warnung beim unvorhersehbaren Bremsvorgang des vorausfahrenden Fahrzeugs.

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Bihl+Wiedemann

Innovationspartner für Automatisierung

Bihl+Wiedemann ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen – 1992 gegründet von Jochen Bihl und Bernhard Wiedemann in Mannheim. Es entwickelt und fertigt komplette Lösungen für die funktionale Sicherheit sowie für die Datenkommunikation...

mehr...

iba

Präzise Spannungsmessungen bis 150 V(AC)

Mit dem Modul 'ibaM-4AI-150V-AC' erweitert iba die Auswahl an I/O-Modulen des modularen Messsystems 'ibaMAQS' um eine Lösung zur präzisen Erfassung von Spannungssignalen im industriellen Umfeld. Das Eingangsmodul wurde speziell für Anwendungen in...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren