Neue Produkte
Beckhoff vereinfacht KI-Training
Jedes Jahr eine evolutionäre Entwicklung, alle fünf bis sieben Jahre einen revolutionären Sprung – so will sich Beckhoff seine technologische Führerschaft sichern. Auf der Pressekonferenz zeigte das Verler Unternehmen dann auch einige technologische Highlights.
Es läuft gut für Beckhoff: Das Unternehmen konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 16 % auf 1,75 Milliarden Euro steigern. Ein Teil davon, nämlich rund 90 Millionen Euro pro Jahr, investiert der Technoloieführer in Forschung und Entwicklung. Die Ergebnisse zeigt das Unternehmen in Halle 9, darunter Weitereintwicklungen von TwinCAT und dem Automatisierungssystem MX-System sowie eine neue Generation von EtherCAT-Analog-Klemmen.
Machine Learning vereinfacht
Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Sie im industriellen Umfeld auch nutzbringenden umzusetzen, gestaltet sich für viele Unternehmen allerdings schwierig – es fehlen entsprechende KI-Experten. Beckhoff hat sich daher zum Ziel gesetzt, jeden in die Lage zu versetzen, KI erfolgreich umzusetzen. Daher ergänzt das Unternehmen den Workflow in TwinCAT 3 um die automatisierte Erstellung von KI-Modellen. Mit der No-Code-Entwicklungsplattform ‚TwinCAT Machine Learning Creator‘ können Anwendende den gesamten Prozess von der Datenaufnahme bis zum trainierten Modell selbst übernehmen. Dabei werden offene Standards, Schnittstellen und Best Practices genutzt sowie die trainierten Modelle im offenen Standardformat ONNX bereitgestellt. Diese latenzoptimierten KI-Modelle für Steuerungsanwendungen werden für die Ausführung auf Beckhoff IPCs und mit TwinCAT-Produkten abgestimmt, können als ONNX-Modelle jedoch auch außerhalb der Beckhoff-Produktwelt eingesetzt werden.
Neue Klemmen-Generation
Sieben Klemmen umfasst die neue Generation der EtherCAT-Analog-Klemmen (Bild) im HD-Gehäuse (High Density) und decken mit bis zu acht Kanälen und 16-Bit-Auflösungen ein breites Anwendungsspektrum ab. Dazu zählt mit der ‚EL4374‘ die erste kombinierte Ein-/Ausgangs-Analogklemme (10 V/20 mA oder -20/0/+4 bis +20 mA), mit der sich eine Wandlungsrate von 2 kSps je Kanal nutzen lässt. Die je zwei Ein- und Ausgänge können über TwinCAT (per CoE) einzeln auf Strom- oder Spannungsbetrieb parametriert werden. Mit einem technischen Messbereich von ±107 % des Nennbereichs unterstützt die Klemme auch eine Inbetriebnahme mit Sensorwerten im Grenzbereich sowie die Auswertung nach NAMUR NE43. Die Ausgänge können bis zu 107 % des Nennwerts bereitstellen. Hinzu kommt die hohe Ausgangsleistung, die bei 20 mA eine Bürde bis 750 Ω erlaubt.
Auch für DC geeignet
Mit dem Automatisierungsbaukasten MX-System ersetzt Beckhoff den traditionellen Schaltschrank. Die Funktionsmodule lassen sich einfach auf die Baseplate aufstecken und müssen dann lediglich noch verschraubt werden. Ein besonderer Anwendungsfall ist die Nutzung einer übergeordneten Gleichstromversorgung. Die DC-Versorgung für komplette Fertigungshallen basiert auf der Strategie, Strom aus erneuerbaren Energien (z. B. Photovoltaik) in Kombination mit Speichertechnologien für Maschinen und Anlagen als Netzspannung von 600 V(DC) zur Verfügung zu stellen. Das MX-System ist bereits DC-ready ausgelegt, indem es sowohl DC-Spannungen verteilen als auch direkt für Schutzkleinspannungsnetzeile oder Module zur Ansteuerung von Synchron- und Asynchronmotoren verwendet werden kann. Die durchgehende Nutzung der DC-Spannung bietet den großen Vorteil, dass die Bremsenergie der Motoren in den Speichern der DC-Netze gepuffert wird, anstatt durch Bremswiderstände verloren zu gehen. Diese Einsatzmöglichkeit des MX-Systems befindet sich in einem ersten Projekt bereits in der konkreten Umsetzung.
Beckhoff auf der Hannover Messe: Halle 9, Stand F0













