Big Data-Analyse
30 % weniger Energiekosten
In Kooperation mit dem Big-Data-Analytics-Spezialisten Recogizer Analytics komplettiert Vodafone sein IoT-Angebot um ein modulares Analyse-Tool. Es dient etwa einer vorausschauenden Steuerung der Heizung-, Lüftung- und Klima-Systeme.
Mit dem jüngsten Baustein – der Big Data-Analyse – bietet Vodafone seinen IoT-Kunden nach eigenen Angaben künftig ein Komplettangebot aus Hardware, Global-SIM für die weltweite Vernetzung, Applikationen zur Datenerfassung, sicherem Datenhosting auf deutschen Servern und intelligenter Datenanalyse. Grundlage für die Vernetzung ist die eigene Kommunikations-Infrastruktur, heißt es – heute mit LTE und in wenigen Jahren mit 5G. Diese Technologie vernetzt Maschinen dann in Echtzeit mit einer Latenz von rund einer Millisekunde.
“Viele Industrieunternehmen wissen oft gar nicht, wie viele wertvolle IoT-Daten auf ihren Servern schlummern. Unsere intelligente Analyse nutzt diese Informationen und macht Unternehmen effizienter. Wir helfen der Wirtschaft, Kosten zu senken und zugleich die Umwelt zu schonen. So bauen wir unsere Position als weltweit führender Telekommunikationskonzern im Internet der Dinge weiter aus”, so der Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter.
Ein aktuelles Beispiel: Um gewerblich genutzte Gebäude effizienter zu betreiben, bedarf es einer vorausschauenden Steuerung der Heizung-, Lüftung- und Klima-Systeme (HLK-Systeme). Zur präzisen Prognose des individuellen Energiebedarfs lassen sich mit dem neuen Analyse-Tool sämtliche hierfür erforderlichen Daten wie etwa Betriebsdaten der technischen Gebäudeausstattung, Wetterprognosen oder Nutzungszeiten automatisiert auswerten und in intelligente Regel-Algorithmen überführen. So können die Anlagen vorausschauend geregelt und Lastspitzen reduziert werden. Das senkt laut Vodafone nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die Kosten um bis zu 30 %. Eine Investition, die sich in kürzester Zeit amortisiert.
Kostenvorteile und neue Geschäftsfelder
Big Data Analytics ermöglicht Industriebranchen wie dem Maschinenbau einen faktengestützten Blick in die Zukunft. Wo Disponenten in der Vergangenheit für die Planung von Wartungs- und Service-Intervallen ihrer Maschinen auf Ist-Zustände oder Annahmen zurückgriffen, bildet heute eine detaillierte Analyse tausender realer Datensätze die Grundlage für eine prädiktive Wartung. Sie erkennt und wertet vollautomatisch Unregelmäßigkeiten im Zustand der Maschine aus. Anhand einer intelligenten Mustererkennung kann zum Beispiel eine genaue Prognose zum Ausfall einzelner Komponenten getroffen werden. Durch die prädiktive Wartung oder den Austausch betroffener Komponenten werden so ungeplante Stillstandzeiten vermieden. Dabei nutzt das Analyse-Tool unter anderem Erkenntnisse aus Datenaufzeichnungen über Ausfälle oder Verschleiß und verarbeitet diese unter Einbeziehung aktueller Maschinendaten zu Handlungsempfehlungen.
Mit Big Data Analytics ergeben sich für die Unternehmen auch völlig neue Geschäftsfelder: Wie beispielsweise das Angebot an weltweiten Serviceleistungen mittels Fernzugriff, der Verkauf von Maschinenverfügbarkeit im Sinne einer Pay per use-Lösung oder eine ausführliche Analyse der Betriebsdaten und der eigenen Produktentwicklung. Auch können mit der Datenanalyse Beratungsleistungen zur Betriebsoptimierung erbracht werden wie etwa eine Betriebskosten-Planung durch intelligentes Energiedatenmanagement, so Vodafone.












