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Mehrwert durch Daten

Mehrwert durch Daten
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Weidmüller setzt seinen Fokus darauf, Anwender dabei zu unterstützen, ihre Daten in Wertschöpfung umzuwandeln – angefangen bei der Datenerfassung über die Vorverarbeitung und Kommunikation bis hin zur Datenanalyse und Businesslogik.

Daten sind das Lebenselixier einer intelligenten und vernetzten Produktion. Die große Herausforderung für Unternehmen besteht darin, einen Mehrwert aus den Daten zu generieren. Dieser Mehrwert kann eine Prozessoptimierung sein, aber auch der Grundstein für ein neues Geschäftsmodell. 

Weidmüller hat es sich auf die Fahnen geschreiben, seine Kunden auf dem Weg von der Datenerfassung bis hin zum Geschäftsmodell zu unterstützen. Dafür hat das Unternehmen mit Stammsitz in Detmold vier Stufen definiert: Datenerfassung, Datenvorverarbeitung, Datenkommunikation sowie Datenanalyse und Businesslogik. Entlang dieser vier Punkte baut Weidmüller ein passendes Produktportfolio auf und aus.

 

Datenerfassung

Für die Datenerfassung im Feld hat das Unternehmen die Sensorreihe u-sense entwickelt. Als einer der ersten Vertreter der Serie überwacht ‚u-sense vibration‘ Motoren, Getriebe und Pumpen. Dabei erfasst es mechanische Parameter ebenso wie die Temperatur und andere elektrische Größen. Dafür wird das Sensormodul im IP66/IP67-Gehäuse mittels einer Adapterplatte oder einer Bohrung direkt an das zu überwachende rotierende Gerät angeschlossen und erfasst Schwingungen nach ISO 10816. Der Messbereich umfasst 2 bis 16 g bei einer Abtastrate von 1 kHz. Eine Verdrahtung ist nicht erforderlich. Sollte es zu Abweichungen gegenüber dem Standardverhalten kommen, meldet das Sensormodul dies über Bluetooth Low Energy 5.0 an eine übergeordnete Einheit. Die Datenaufbereitung, sprich Preprocessing, findet bereits im Sensormodul statt.

Als Stromversorgung dient eine AA-Batterie, die sich auswechseln lässt. Dabei arbeitet der Sensor bei Umgebungstemperaturen von –20 bis +85 °C und verfügt über die Zertifikate FCC, cULusx, ATEX, IECEX (Zone 2 / 22).

Die Schwingungserfassung ist nur der erste Schritt. Weidmüller plant, die Funktionen des Sensormoduls weiter auszubauen. So sollen die Sensoren mit Mikrofon ausgestattet werden, um sich ändernde Geräusche in der Umgebung zu erfassen und so Rückschlüsse auf die Funktionstüchtigkeit und Lebensdauer eines Motors schließen zu können.

Datenvorverarbeitung und Datenkommunikation

Daten liefern im Produktionsumfeld wichtige Informationen und finden in der Regel ohne Umwege über Gateways den Weg in ein ERP-System. Damit dieses nicht von irrelevanten Daten überflutet wird, ist eine Vorauswahl entscheidend. Die Datenvorverarbeitung selbst findet je nach Aufwand und Leistungsanforderung auf verschiedenen Ebenen statt: direkt im Sensormodul, im Gateway oder im IPC. Allerdings gilt es dazu die Daten zu visualisieren. Hier kommen Human Machine Interfaces (HMI) ins Spiel, die eine einfache Visualisierung und Bedienung auf beliebigen Endgeräten ermöglichen.

Mit ‚u-create Procon-Web‘, einer HMI/SCADA-Software, lassen sich dynamische Bedienoberflächen parametrieren und konfigurieren. Die Basis bilden offene und herstellerunabhängige Web-Plattformen wie HTML5, CSS3 oder JavaScript. Die Systemkonfiguration erfolgt unabhängig vom Betriebssystem im Browser. Dadurch können nicht nur verschiedene Endgeräte genutzt werden – von der Maschinensteuerung über ein Industrie-Tablet bis hin zum Smartphone –, sondern die Software kommt auch ohne Installation auf dem Client aus.

Die Software geht weg von einer gerätespezifischen Darstellung und unterstützt ein Rollen- und Rechtesystem, um die dargestellten Daten geräte- und rollenspezifisch anzubieten. Damit bekommen die zugreifenden Personenkreise wie Anlagenbediener, Produktionsleiter, Qualitätsmanager oder Instandhalter genau jene Informationen in der Form angezeigt, die ihren Aufgaben und der Beschaffenheit der Bediengeräte entsprechen.


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  2. Datenanalyse und Businesslogik

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