Siemens Gas and Power

Davina Spohn,

Stellenabbau bei Siemens

Siemens hat Mitte Juni 2019 über weitere geplante Maßnahmen zur Stärkung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Operating Company 'Siemens Gas and Power' (GP) informiert. Weltweit sollen 2.700 Stellen wegfallen, davon 1.400 in Deutschland.

© Siemens AG

„Unsere neue Aufstellung als Operating Company Gas and Power schafft Synergien, durch die unsere Geschäfte noch wettbewerbsfähiger in dem Strukturwandel unserer Branche agieren können“, sagte Lisa Davis, Mitglied des Siemens-Vorstandes und CEO Gas and Power (GP). „Die geplanten Maßnahmen helfen uns dabei, mehr Wachstumschancen zu schaffen. Außerdem können wir dadurch unsere Wettbewerbsfähigkeit im Energiemarkt erhöhen und unser Geschäft besser sichern“.

Auf dem ‚Capital Market Day‘ am 8. Mai 2019 hatte Siemens angekündigt, dass bei GP über das laufende Sparprogramm hinaus weitere Einsparungen in Höhe von 500 Mio. Euro erforderlich sind, um vor dem Hintergrund des herausfordernden Marktumfelds die Kosteneffizienz deutlich zu verbessern. Die neue Aufstellung als Operating Company GP ermöglicht diese zusätzlichen Einsparungen: Durch Synergien und Kapazitätsanpassungen sollen 200 Mio. Euro eingespart werden. Weitere 100 Mio. Euro resultieren aus einer neuen Aufstellung in den Regionen. 200 Mio. Euro sollen über Einsparungen bei den Supportfunktionen erreicht werden.

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Netto-Stellenaufbau um 10.000 Mitarbeiter

Die Pläne, die der Industriekonzern jetzt vorgestellt hat, sehen über die nächsten Jahre einen Abbau von rund 2.700 Arbeitsplätzen weltweit vor. Davon entfallen rund 1.400 Stellen auf Deutschland. Siemens wird jetzt zeitnah die Beratungen mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern aufnehmen und die geplanten Maßnahmen möglichst sozialverträglich umsetzen. Dies schließt Programme zur Requalifizierung im Zuge des Strukturwandels in der Branche ein. Auf dem ‚Capital Market Day‘ hat Siemens außerdem herausgestellt, dass sich das wachstumsorientierte Strategiekonzept ‚Vision 2020+‘ auch in der Mitarbeiterentwicklung widerspiegeln wird. Unter Berücksichtigung aller Anpassungen, einschließlich der neu geplanten Maßnahmen bei GP, geht das Unternehmen von einem Netto-Aufbau von rund 10.000 Mitarbeitern aus.

Reaktion auf die rückläufige Entwicklung bei Großprojekten

Der Fokus des Interessenausgleichs mit den Arbeitnehmervertretern lag 2018 auf dem Kraftwerksgeschäft (Power Generation). Die neuen Maßnahmen adressieren in erster Linie das Projektgeschäft sowie das Geschäft mit Produkten und Systemen in der Stromübertragung. Im Projektgeschäft sind laut dem Konzern Maßnahmen erforderlich, um die Kosten zu reduzieren und der rückläufigen Entwicklung bei der Anzahl der Großprojekte zu begegnen. Das Geschäft muss in die Lage versetzt werden, selektiver im Markt zu agieren und die richtige Balance zwischen Volumen und Marge zu finden. Im Geschäft mit Produkten für die Stromübertragung leiden die Märkte für Transformatoren und Schalttechnik unter Überkapazitäten. Dies erfordert Maßnahmen, um die Kostenstrukturen und Kapazitäten an allen Standorten zu optimieren und damit deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Außerdem hat sich durch die Bündelung und Optimierung innerhalb der Operating Company GP der Bedarf für einige Supportfunktionen verringert, so Siemens.

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