Photovoltaik
Maschinenbauer bleiben auf Wachstumskurs
Der Umsatz der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland ist im ersten Quartal 2011 um 96 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen. Umsatztreiber ist weiterhin Asien; Amerika und Europa hingegen fallen weiter ab.
"Der deutsche Photovoltaik-Maschinenbau behauptet nach wie vor seine Schlüsselstellung in der Photovoltaik-Produktion und konnte auch zu Beginn des Jahres seine gute Verankerung auf internationalen Märkten festigen," erklärt Dr. Peter Fath, Vorsitzender des Vorstands VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel, zur aktuellen Marktlage der PV-Maschinenbauer. Zum Vergleich: Die Umsatzsteigerung des internationalen Photovoltaik-Maschinenbaus beläuft sich auf 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. "Durch die Internationalisierung der VDMA-Statistik wissen wir, dass die deutschen Anbieter von Photovoltaik-Equipment einen Weltmarktanteil von gut 40 Prozent haben", freut sich Fath.
Treiber für die guten Umsatzzahlen bleibt abermals das Asiengeschäft. Die Investitionen aus Fernost haben sich im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelt und erreichen einen Anteil von 77 Prozent des Gesamtumsatzes. Den vorläufigen Tiefpunkt dagegen hat das Amerikageschäft erreicht. Amerika ist die einzige Region, in der ein geschrumpfter Absatzmarkt im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnen werden musste. Stärkstes Segment blieb wie gewohnt das Equipment für die Zellfertigung. Hier wurden nahezu 70 Prozent der Gesamtinvestitionen getätigt. "Die Entwicklung der Photovoltaik-Zuliefererbranche in Deutschland beurteile ich nach wie vor sehr positiv. Die Nachfrage nach innovativen Lösungen für die Photovoltaik-Produktion bleibt ungebrochen. Dabei spielt das Qualitätssiegel „Made in Germany“ für unsere Kunden eine entscheidende Rolle", kommentiert Fath das Ergebnis. Die Exportquote fällt nur knapp unter die 90 Prozentmarke. Der europäische Markt verliert weiter an Boden und kann nur acht Prozent des Gesamtmarktes erreichen.
Der Auftragseingang hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelt, erreicht aber nicht mehr die herausragenden Werte der letzten beiden Quartale. "Eine leichte Beruhigung der Auftragslage zum Beginn des Jahres war durchaus zu erwarten. Beeindruckend bleiben die Zahlen aus Asien. Die deutschen Photovoltaik-Maschinenbauer konnten hier fast 80 Prozent der Aufträge verbuchen. Schaut man sich die internationalen Zahlen an, so sind es sogar 85 Prozent", berichtet Dr. Florian Wessendorf, Projektleiter im Team von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.
Auffällig sind in diesem Quartal die hohen Auftragseingänge aus Amerika, die für das bisher eher ernüchternde Amerikageschäft Anlass zu neuer Hoffnung geben. Im Vergleich zum Vorjahresquartal fand hier mehr als eine Versechsfachung der Auftragseingänge statt. "Die guten Brachenzahlen aus der Statistik stimmen mich sehr optimistisch. Der deutsche Photovoltaik-Maschinenbau ist für die Herausforderungen der Zukunft bestens präpariert", betont Fath.









