Siemens

Inka Krischke,

Joint Venture für intelligenten Netzausbau

Siemens und Allgäuer Überlandwerk (AÜW) aus Kempten haben ein Joint Venture namens 'egrid' gegründet, um die Ergebnisse aus den gemeinsamen Smart-Grid-Forschungsprojekten 'Irene' und 'Iren2' in Wildpoldsried kommerziell umzusetzen.

Wildpoldsried im Allgäu ist Heimat der Smart-Grid-Forschungsprojekte 'Irene' und 'Iren2'. Hier ist die Menge der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen fünfmal höher als der Eigenbedarf des Dorfes.

© Siemens

Vereinbart wurde, dass Siemens 49 % der Anteile des AÜW-Tochterunternehmens egrid applications & consulting übernehmen wird. Das Gemeinschaftsunternehmen wird Beratungsangebote für Verteilnetzbetreiber anbieten sowie bestehende Angebote weiterentwickeln. Bei den Beratungsleistungen des Joint Venture stehen „Intelligenz statt Kupfer“-Lösungen für den smarten Netzausbau im Mittelpunkt. Wesentliche Handlungsfelder werden die Einbindung großer Leistungen aus dezentralen Erzeugungsanlagen sowie die intelligente Steuerung des Verteilnetzes sein.

In Wildpoldsried, dem Ort der beiden Forschungsprojekte, ist die Menge der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen fünfmal höher als der Eigenbedarf des Dorfes. Während der Laufzeit des ersten Projekts „Irene“ (Integration regenerativer Energien und Elektromobilität) von Mitte 2011 bis Ende 2013 schufen Siemens und AÜW zusammen mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft daher in der Allgäuer Gemeinde ein Smart Grid, um Stromerzeugung und -verbrauch auszubalancieren und so das Netz stabil zu halten. Dies schuf die wesentlichen Voraussetzungen für das von 2014 bis 2017 laufende neue Forschungsprojekt „Iren2“ (Zukunftsfähige Netze für die Integration Regenerativer Energiesysteme). Im Rahmen dieses Projektes wurde der optimale Betrieb autarker Inselnetze und topologischer Kraftwerke wissenschaftlich untersucht und praktisch erprobt. Untersucht werden neuartige Netzstrukturen und deren Betriebsführung nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien, mit dem Ziel, herauszufinden, wie sich Energiesysteme mit verteilter Stromerzeugung und zusätzlichen Komponenten technisch und wirtschaftlich optimieren lassen.

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