Elektromobilität

Davina Spohn,

'eNterop' arbeitet an einheitlicher Lade-Schnittstelle

Projekt 'eNterop': Ein Verbund unterschiedlicher Hersteller und Forschungseinrichtungen will unter diesem Akronym einen einheitlichen Standard für Lade-Schnittstellen schaffen. Für dieses Projekt der vehicle-to-grid Kommunikation macht das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2,3 Mio. Euro locker.

Mit Siemens als Konsortialführer soll das Förderprojekt 'eNterop' Herstellern von Ladestationen und E-Cars in Zukunft teure Kompatibilitätstests und Investitionen in Produktanpassungen ersparen.

© Siemens

Unter den Projektpartnern finden sich neben Siemens auch BMW, Continental, Daimler, VW sowie Fraunhofer, RWE und die Technische Universität Dortmund. Ihr Projekt 'eNterop' steht für 'drive international standardization to enter V2G operation on a broad basis' - angepeiltes Ziel ist die schnelle Etablierung von Standards für die V2G (vehicle-to-grid)-Kommunikation.

Der Fokus der Partner liegt auf dem reibungslosen Zusammenspiel von Elektrofahrzeugen und Ladesäulen verschiedener Hersteller. Um diese Interoperabilität zu gewährleisten, regelt seit Kurzem die internationale Norm 'ISO/IEC 15118' die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Stromtankstelle. Die Umsetzung dieser Norm bedeutet für die Hersteller von Steuergeräten und Ladesäulen aufwändige Tests mit verschiedensten Produkttypen und Anwendungen.

Unter Berücksichtigung der ISO/IEC-Norm wollen die Partner offene automatisierte Testabläufe für Soft- und Hardware in der Schnittstelle Fahrzeug / Ladeinfrastruktur auf die Beine stellen. Bis 2014 sollen neue standardisierte Testverfahren entstehen, anhand derer jeder Hersteller prüfen kann, ob sein Produkt den verabschiedeten ISO/IEC-Standards für die Elektromobilität entspricht. Das am Projekt beteiligte Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -Automatisierung (IFF) sieht darin eine Chance für das Aus teurer, individueller Kompatibilitätstests und Investitionen in Produktanpassungen. In einem zweiten Schritt planen die Partner eine offene Referenzplattform, um technische Hürden für neue V2G-Produkte und -Dienstleistungen abzubauen. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen soll dies den Marktzugang erleichtern. Zudem sollen laufende Modellregionen zur Elektromobilität, Förderprojekte und kleinere und mittlere Unternehmen dabei unterstützt werden, standardisierte Technik einzusetzen und zu testen. Die darin gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung des im 'eNterop'-Projekt definierten Standards mit einfließen.

Das Gesamtvolumen des auf zwei Jahre angelegten Projektes ist auf 4,6 Mio. Euro angelegt. Zur Hälfte wird es von der Wirtschaft und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie getragen. Das Fraunhofer IFF schreibt 'eNterop' einen "internationalen Leuchtturmcharakter" zu.

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