Elektromobilität / Festkörper-Batterie

Doppelte Reichweite bei kürzerer Ladezeit

Toyota möchte 2022 ein neues Elektrofahrzeug in Japan auf den Markt bringen. Als Energiespeicher soll bei dem Modell eine Festkörper-Batterie zum Einsatz kommen, die eine erhöhte Reichweite bei gleichzeitig reduzierter Ladezeit ermöglichen soll.

Toyota entwickelt für zukünftige Elektrofahrzeuge die Festkörper-Batterie.

© Toyota

Toyota möchte bereits in fünf Jahren ein Elektroauto auf den japanischen Markt bringen, das mit Festkörper-Batterien ausgestattet ist. Das Modell basiert auf einer neuen Plattform und soll, durch den Einsatz der Energiespeichertechnik, eine deutlich erhöhte Reichweite bei verkürzter Ladezeit erreichen. Bei Festkörper-Batterien kommen feste Elektrolyte zum Einsatz, die sich bei Lithium-Ionen-Batterien  in einem flüssigen Zustand befinden. Sie lassen sich leicht an unterschiedliche Formen anpassen, stellen keine Brandgefahr dar und weisen eine längere Lebensdauer auf. Nach eigenen Angaben arbeitet Toyota an der Entwicklung der Festkörper-Batterie mit dem Ziel einer Vermarktung nach 2020. Auch weitere Automobilhersteller, wie beispielsweise BMW, arbeiten an der Entwicklung und planen eine Produktion innerhalb der nächsten zehn Jahre.

Neben den Entwicklungen des Brennstollzellen- und Plug-in-Hybrid-Antriebs arbeitet der japanische Automobilhersteller somit an reichweitenstarken Elektroautos mit Batteriebetrieb. Erst kürzlich hatte Toyota angekündigt, ab 2019 Elektroautos in China zu produzieren, zunächst mit konventionellen Lithium-Ionen-Akkus.

Toyota baut somit seine Erfahrung im Bereich der Batterieforschung und -produktion weiter aus. Der Hersteller möchte die Lücke zu anderen Produzenten von E-Autos schließen, da batteriebetriebene Autos weltweit das Ansehen einer emissionsfreien Alternative zu herkömmlichen Autos genießen.

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