Elektromobilität / Energiespeicher

Von Steffi Eckardt | Davina Spohn,

BMW und Vattenfall untersuchen Zweitverwendung von Akkus

BMW und Vattenfall haben ein neues Forschungsprojekt zur Zweitverwendung von Hochvoltspeichern aus Elektrofahrzeugen gestartet. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die Installation von Zwischenspeichern für Schnellladestationen und Solaranlagen sowie von Großspeichern, um den Netzbetrieb zu stabilisieren.

Die Batterien des Mini E (Bild) und des BMW ActiveE nutzen Vattenfall und die BMW Group in ihrem neuen Forschungsprojekt als stationäre Stromspeicher.

© Mini E

Die Projektaufgaben wollen die Partner durch einen Verbund aus Lithium-Ionen-Batterien bewältigen. Diese weisen nach Ende ihres Lebenszyklus in einem Elektrofahrzeug noch eine Speicherkapazität von rund 80 Prozent auf. Auch wenn sie damit den hohen Anforderungen der Elektromobilität nicht mehr genügen, lassen sie sich laut BMW als stationäre Pufferspeicher noch weiter nutzen.

Mit Pilotprojekten in Deutschland, im US-Bundesstaat Kalifornien sowie in der chinesischen Metropole Shanghai hat der Münchner Automobilhersteller bereits Erfahrungen gesammelt, die das hohe Potenzial der Hochvoltspeicher für ein 'zweites Leben' als stationäre Energiereserve bestätigen. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geförderten Projektes 'Effizienzhaus Plus' werden beispielsweise in Berlin gebrauchte Batterien aus dem Testflotten-Fahrzeug Mini E zur Pufferspeicherung von Solarenergie genutzt.

Mit dem Forschungsprojekt wollen BMW und Vattenfall nach eigener Aussage sicherstellen, dass frühzeitig Perspektiven für die Weiterverwendung von Elektrofahrzeug-Batterien in größerem Umfang geschaffen werden.

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