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Artikel und Hintergründe zum Thema

Siemens 1. Quartal 2020

Inka Krischke,

Verhaltener Start ins neue Geschäftsjahr

Ein Auftragsbestand auf Rekordniveau, gleichzeitig ein Nachgeben bei Umsatz sowie Auftragseingang kennzeichnen das erste Quartal 2020 von Siemens – so die Aussagen anlässlich der Hauptversammlung des Unternehmens am 5. Februar. Die Zahlen im Detail.

Vlnr: Michael Sen, Co-CEO Gas and Power und designierter Vorstandsvorsitzender von Siemens Energy, Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender Siemens, Ralf P. Thomas, Mitglied des Vorstands AG und CFO, Roland Busch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender sowie CTO und CHRO von Siemens.

© Siemens

„Wie erwartet, sind wir nach dem fulminanten Schlussspurt im vierten Quartal 2019 etwas verhalten in das neue Geschäftsjahr gestartet. Dennoch sehen wir einen robusten Auftragseingang, der das Rekordquartal im gleichen Zeitraum des Vorjahrs nur marginal unterschreitet,“ fasst Siemens-Chef Joe Kaeser das 1. Quartal 2020 zusammen. Die daraus resultierende Book-to-Bill-Rate, also das Verhältnis von Auftragseingang und Umsatz, sei mit 1,22 sehr erfreulich.

Während der Auftragsbestand 149 Mrd. Euro erreichte, liegt der Auftragseingang mit 24,8 Mrd. Euro 2 % unter dem starken Vorjahresniveau. Grund dafür ist ein sehr stark gesunkenes Volumen aus Großaufträgen bei Mobility, das die Zuwächse bei der Mehrzahl der industriellen Geschäfte – insbesondere bei Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE)- überwog. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, sanken der Auftragseingang insgesamt um 4 % und die Umsatzerlöse um 1 %.

Einzelheiten dazu, wie sich die die einzelnen Geschäfte – Digital Industries, Smart Infrastructure, Gas and Power und Mobility – entwickelt haben, verrät die Bilderstrecke.

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Was das Geschäftsjahr 2020 insgesamt angeht, bestätigt Siemens die Prognose. Man erwarte, dass die weltwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 verhalten bleibe, mit Risiken insbesondere aus geopolitischen und geoökonomischen Unsicherheiten heraus. So unterstellt das Unternehmen ein moderat rückläufiges Volumen der Märkte, die von kurzzyklischen Geschäften bedient werden. Siemens geht von einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse des Konzerns auf vergleichbarer Basis aus.

Der Geschäftsbereich Digital Industries erwartet für das Geschäftsjahr 2020, dass die Umsatzerlöse vergleichbar auf Vorjahresniveau liegen werden und damit die allgemeine Marktentwicklung übertroffen wird - trotz der anhaltenden Schwäche an seinen wichtigsten kurzzyklischen Märkten, insbesondere der Automobil- und der Werkzeugmaschinenindustrie.

Smart Infrastructure geht für das Geschäftsjahr 2020 von einem moderaten Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis aus, vorangetrieben durch das längerzyklische Lösungs- und Servicegeschäft, und obwohl das kurzzyklische industrielle Produktgeschäft dem Gegenwind einer Marktabschwächung ausgesetzt ist.

Auf die Märkte von Mobility haben Konjunkturzyklen nur geringen Einfluss. Daher erwartet das strategische Unternehmen auf vergleichbarer Basis einen Anstieg der Umsatzerlöse im prozentual mittleren einstelligen Bereich. Ausschlaggebend dafür dürfte das Zuggeschäft sein, in dem zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 mehrere große Bahnprojekte anliefen.

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