Windkraft / Erneuerbare Energien
Renaissance der Fuzzy-Regelung
Der von Nils Johannsen (24) entwickelte Fuzzy-Regler für den Blattwinkel einer Windenergieanlage wurde mit dem Industriepreis der Fachhochschule Westküste (FHW) ausgezeichnet.
Für seine Bachelorarbeit zur „Entwicklung eines Fuzzy-Reglers für den Blattwinkel einer Windenergieanlage“ erhielt Nils Johannsen (links) von Dr. Sven Wanser von E.ON Hanse den Industriepreis der Fachhochschule Westküste.
© Beckhoff AutomationJohannsen, der bei der Firma Beckhoff im Bereich Applikationssoftware für Windkraftanlagen arbeitet, erhielt den Preis für seine Bachelorarbeit zur „Entwicklung eines Fuzzy-Reglers für den Blattwinkel einer Windenergieanlage". Dr. Sven Wanser, Geschäftsbereichsleiter der E.ON Hanse AG, bezeichnete die Abschlussarbeit von Nils Johannsen als bahnbrechend: „Sie beweist, dass die Fuzzy-Logik für die Regelung von Windenergieanlagen besser geeignet ist als herkömmliche Techniken.“
Johannsen ist es gelungen, die Auslegung des Reglers wesentlich zu vereinfachen, die Regelungsgüte zu verbessern und dabei auch noch ganz nebenbei den erforderlichen Engineering-Aufwand deutlich zu reduzieren. „Im Gegensatz zu den heute für Windkraftanlagen vorwiegend eingesetzten PID-Reglern, sind Fuzzy-Regler in ihrer Grundeigenschaft bereits nichtlineare Zustandsregler, denen eine große Robustheit nachgesagt wird“, erklärt Robert Müller, Branchenmanager Windenergie bei Beckhoff, der die Bachelorarbeit betreute.
Nach seinem Praxissemester in der Beckhoff-Niederlassung in Lübeck arbeitete Nils Johannsen während des Studiums der Elektrotechnik und Informationstechnik als Werkstudent in der Softwareprogrammierung. Seit Anfang 2011 ist er in der Lübecker Niederlassung angestellt und im Bereich Applikationssoftware tätig. Parallel dazu absolviert er im Fernstudium seinen Master.











