MinnowBoard
Intels Angriff auf den Raspberry Pi
Der Erfolg des beliebten Ein-Platinen-Computers ruft immer mehr Wettbewerber auf den Plan. Nun hat Intel ein Board namens "MinnowBoard" vorgestellt, das mit starker Hardware aufwartet.
Der Raspberry Pi hat eine riesige Fangemeinde und wird für unzählige Basteleien und Projekte genutzt. Grund für die Popularität ist unter anderem der Open-Source-Charakter der Plattform. Erstmals bietet jetzt auch Intel ein Entwicklerboard mit frei zugänglichen Schaltplänen an. Diese werden unter der Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht und bieten Entwicklern Vollzugriff auf den Computer. Im Gegensatz zum ARM-basierten Raspberry Pi vertraut Intel auf die x86-Prozessorarchitektur.
Die harten Zahlen des 10 x 10 cm großen MinnowBoards klingen vielversprechend. So hat der Single-Board-Computer eine im Vergleich zum Pi deutlich schnellere CPU: Der Atom-Prozessor hat eine Taktrate von 1 GHz. Der Arbeitsspeicher ist mit 1 Gbyte ebenfalls doppelt so groß (Details zu den Hardware-Komponenten in der Bilderstrecke). Und ähnlich wie beim Konkurrenten soll es auch für das MinnowBoard Zusatzmodule geben, mit denen sich dessen Funktionen erweitern lassen. So soll zukünftig beispielsweise eine WLAN-Schnittstelle zur Verfügung stehen.
Die leistungsfähigere Hardware hat allerdings auch ihren Preis. Während ein Raspberry Pi schon ab ca. 40 Euro zu haben ist, muss man für Intels Hardware 164,18 Euro investieren. Wen der Preisunterschied nicht schreckt, wird bei einem der vier offiziellen Anbieter fündig. Besonders für Projekte mit hohen Anforderungen an die Hardware oder Tüfteleien auf x86-Basis dürfte das MinnowBoard eine passende Alternative sein.










