ABB-Quartalszahlen
Industriesektoren stechen heraus
ABB-Chef Joe Hogan hat die Zahlen für das zweite Quartal 2011 bekannt gegeben. Demnach ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 17 %, der Konzerngewinn um 43 % gestiegen. Das stärkste Wachstum verzeichnete die Division Industrieautomation und Antriebe.
Joe Hogan ist auch für die zweite Jahreshälfte optimistisch: „Wir gehen trotz der Sorgen um Staatssschulden und Inflation weiterhin von einer anhaltend lebhaften Nachfrage zur Steigerung der Produktivität und Energieeffizienz in der Industrie und einer Erholung im Stromübertragungsgeschäft aus.“
© ABBKonkret belief sich der Umsatz im ABB-Konzern im zweiten Quartal auf 9,86 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von 17 % entspricht (organisch 9 %). Den Konzerngewinn liegt bei 893 Mio. US-Dollar und der Auftragseingang stieg um 18 % auf 9,87 Mrd. US-Dollar. ABB-Angaben zufolge investierten die Kunden im betrachteten Zeitraum vor allem verstärkt in Roboter, energieeffiziente Motoren und Niederspannungssysteme. Gleichzeitig sorgten Kapazitätserweiterungen und eine hohe Nachfrage nach Serviceleistungen für einen verbesserten Auftragseingang aus dem Öl- und Gassektor, der Papier- und Zellstoffindustrie und der Metall- und Schiffbauindustrie. Der wachsende Energiebedarf insbesondere in den Schwellenmärkten führte weiterhin zu einer höheren Nachfrage nach Stromverteilungslösungen. Investitionen in Stromübertragungstechnik, die üblicherweise zu einem späteren Zeitpunkt im Konjunkturzyklus erfolgen, blieben hingegen auf niedrigem Niveau. Der Auftragsbestand erreichte Ende Juni die Marke von 30 Mrd. US-Dollar. Damit wuchs der Bestand gegenüber dem Vorjahresquartal in Lokalwährungen um 9 % (organisch 8 %) und blieb im Vergleich zum Ende des ersten Quartals 2011 stabil.
Mit einem Auftragsplus von über 60 % in Lokalwährungen konnte die Division Industrieautomation und Antriebe das stärkste Wachstum verzeichnen. Dazu beigetragen hat auch das hohe Auftragswachstum von Baldor Electric und die deutlichen Zuwächse im Robotik- und Antriebsgeschäft. Ohne Baldor verzeichnete die Division ein Auftragsplus von 25 %. Auch in der Division Niederspannungsprodukte erhöhte sich der Auftragseingang, was insbesondere auf die steigende Nachfrage nach Niederspannungssystemen zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Industrie zurückzuführen ist. In der Division Prozessautomation steht ein Umsatzplus von 15 % zu Buche. Hier investierten Kunden im Öl- und Gassektor aufgrund steigender Rohstoffpreise weiter in den Aufbau von Kapazitäten und in Serviceleistungen zur Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen. Positiv entwickelt hat sich auch die Nachfrage aus der Papier- und Zellstoffindustrie und der Schiffbauindustrie.
In der Division Energietechnikprodukte legte der Auftragseingang um 4% zu, wobei die Nachfrage bei den Versorgungsunternehmen und in der Industrie anzog. Anhaltende Investitionen von Versorgungsunternehmen in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Stromnetze sorgten für ein Auftragsplus von 11 % in der Division Energietechniksysteme.










