zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

App Stores der Industrie

Meinrad Happacher,

Ein offener App Store der Automation?

Die Firma Hilscher entwickelt derzeit einen App Store für die Open Industry 4.0 Alliance. Am 6. Mai stellte die Firma Hilscher den Alliance-Mitgliedern den Community App Store schon mal vor. Hans-Jürgen Hilscher erläutert die nächsten Schritte.

“Am 1. Februar 2022 wollen wir live gehen!”, sagt Hans-Jürgen Hilscher, Chairman Technical Commitee der Open Industry 4.0 Alliance.

Herr Hilscher, Sie entwickelten für die Open Industry 4.0 Alliance einen App Store und stellten ihn den Alliance-Mitgliedern am 6. Mai vor. Wie war die Resonanz?
 

Hans-Jürgen Hilscher: Die Resonanz der Mitglieder umfasste das ganz Spektrum von heller Begeisterung bis zur kritischen Bemerkung 'Wir arbeiten doch selbst an einem App Store!'.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?


Für uns ganz wichtig ist jetzt die Vorstellung des Community App Store auf der SPS! Entwicklungstechnisch implementieren wir gerade eine Schnittstelle zur Übergabe der Rechnungsdaten an ERP Systeme. Weiter betreten wir derzeit auch Neuland mit der Firma Wibu-Systems, indem wir einen Kopierschutz für Script-basierte Container Apps implementieren – ein sehr spannendes Thema, das wir hier auf der Messe auch zeigen wollen.

Was das `Marketplace Directory` der Alliance betrifft, so sind dort die ersten Compliant Apps gelistet und weitere als in Entwicklung angezeigt. Ich gehe davon aus, dass wir diese nach dem geplanten `Go Live` am 1. Februar nächsten Jahres auch im App Store finden werden.

Bei der Vorstellung des App Store betonten Sie die Philosophie des „Open and One“! Was meinen Sie damit?

Das ist eines der Prinzipien nach denen eine ‘Non Profit Organisation‘ erfolgreich werden kann. Wir nehmen das auch für uns in Anspruch. Wir sind ´One` Industrial 4.0 Ecosystem mit einer durchgängigen Semantik, die nach einer gemeinsamen Guideline arbeitet und ´Open` für alle ist. Denken Sie 30 Jahre zurück: Der PC Markt boomt erst seit es ein offenen PC Betriebssystem gibt; und erst mit einer offenen App-Technologie wird es in der Automatisierung eine erfolgreiche Industrie 4.0 Arena geben.

Welches Preismodell soll der Store haben? Einmaliger Zahlbetrag oder Abo-Modell? Ist Hilscher prozentuell an dem Verkauf der Apps beteiligt?

Es gibt ja Apps, die sind speziell nur in der Einrichtphase oder zur Fehlerdiagnostik nötig. Für solche Apps will der Anwender keine monatlichen Beiträge berappen. Andere Apps wiederum – etwa solche mit einem Artificial-Intelligence-Anteil – generieren einen laufenden Mehrwert. In diesen Fällen erwarte ich, dass sich Subskriptionsmodelle durchsetzen werden.

Was uns als Firma Hilscher betrifft, so werden wir sicherlich den App Store über einen prozentualen Anteil am Erlös der App-Provider finanzieren, was eine Win-Win Situation darstellt. Darüber hinaus sehen wir für Firmen, die sich mit einem Service-Angebot oder kostenlosen Apps präsentieren wollen, eine monatliche Gebühr.

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Hilscher

Brücke zu IO-Link Wireless

Hilscher hat das IO-Link Wireless-Portfolio um die netField Device IO-Link Wireless Bridge erweitert. Die Bridge verbindet alle IO-Link Class A-Sensoren mit einem IO-Link Wireless Master nach Wahl des Anwenders und bindet sie so in Real-Time...

mehr...
Anzeige

Siemens

Der Siemens App Store

Siemens eröffnet jetzt einen digitalen, herstellerübergreifenden App Store für Industriekunden. Der Marktplatz bildet den Transaktionsmechanismus speziell für die Siemens Industrial Edge Plattform.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren