Phoenix Contact
"Digitalisierung ein Muss!"
Wer zu den Gewinnern des anstehenden Paradigmenwechsels in der Industrie gehören will, muss sich frühzeitig den Herausforderungen der Digitalisierung stellen – so das Credo von Phoenix-Contact-Geschäftsführer Roland Bent anlässlich der SPS IPC Drives 2015.
Traditionell eröffnet Roland Bent die Pressekonferenz auf der SPS IPC Drives mit einem kurzen Update über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens: "Nach dem 'echten' Wachstumsjahr 2014 mit plus 10 % beim Umsatz hat sich die Konjunktur in vielen Märkten im Verlauf des Jahres 2015 bedingt durch die weltweiten Turbulenzen und politischen Unsicherheiten deutlich abgekühlt", berichtet der Geschäftsführer und fügt hinzu: "Das aktuelle Wachstum der Phoenix Contact-Gruppe von gut 8,5 % in Euro täuscht aufgrund eines signifikanten Währungseffekts gegenüber 2014 über diese Situation hinweg. Eine bereinigte Betrachtung der Marktsituation zeigt vielmehr ein Wachstum in lokalen Währungen von rund 4 % auf." Für 2016 sei nach wie vor mit einer gedämpften Wachstumsdynamik zu rechnen. Gleichwohl sieht Bent Chancen auf eine weitere Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Bereich.
Wachsen wollen die Blomberger insbesondere mit dem Mega-Thema Industrie 4.0. In diesem Kontext betont Bent, dass Digitalisierung der Industrie weit mehr heiße, als nur den Einsatz neuer Technologien in Fabrik und Verwaltung, sondern auch Aspekte umfasse wie die Überwindung bisheriger Abteilungsgrenzen, neue Formen der Arbeit und vor allem auch die Fähigkeit, das Unternehmen und seine Produkte in eine digitale Wertschöpfungskette der Kunden zu integrieren.
Phoenix Contact selbst habe bereits im Jahr 2010 mit der Bewerbungsphase des Spitzencluster it`s OWL den Grundstein gelegt, um das Unternehmen technologisch auf den kommenden Wandel vorzubereiten. Zwei Jahre später sei man eines der Initial-Unternehmen der Verbände-Plattform Industrie 4.0 gewesen. Ebenfalls Im Jahr 2012 wurde als Use Case das Projekt "Automation für wandlungsfähige Produktionstechnik" (AWaPro) im Rahmen des Spitzenclusters gestartet und im Herbst dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen. Die wesentlichen Ziele des Projekts waren die physikalischen sowie die semantischen Schnittstellen in einer Produktionsanlage adaptiv zu gestalten. Zu den Ergebnissen der Forschungsarbeit zähle insbesondere der Ansatz, dass die Datentransparenz über die gesamte Engineering-Kette auf gängigen Standards wie eCl@ss und AutomationML basiert.
Neben einer digitalen Wertschöpfungskette sei die Sicherheit der Netze sowie der Daten ein zentrales Thema von Industrie 4.0. Dem Rechnung tragend wolle man der industriellen Cyber Security künftig einen noch größeren Raum geben. Bent hierzu: "2008 haben wir uns durch die Akquisition von Innominate Security Technologies nachhaltig dem Thema gewidmet und uns nun dazu entschieden, das Berliner Unternehmen innerhalb der Phoenix Contact-Gruppe zum Kompetenzzentrum für industrielle Cyber Security auszubauen." In diesem Zuge soll Innominate mit seinem Kompetenzportfolio ein integraler Bestandteil der Marke Phoenix Contact werden und firmiert in diesem Zuge zum 1. Januar 2016 zur Phoenix Contact Cyber Security AG um.
Mit Sütron wird zum 1. Januar ein weiteres Tochterunternehmen umbenannt. Der HMI-Hersteller wurde ebenfalls im Jahr 2008 übernommen und firmiert zukünftig als Phoenix Contact HMI-IPC Technology GmbH. Zu den Zukunftsaufgaben im neuen Geschäftsfeld gehöre sowohl der Ausbau des klassischen Portfolios von HMI und IPC im Hinblick auf Intelligenz und Vernetzbarkeit der Produkte, als auch die Fokussierung auf neue Bedienkonzepte wie Gesten-Steuerung oder 'Wearable Computing'.
Last but not least haben die Blomberger am 1. Oktober die auf Gebäudeautomation spezialisierte Firma Sysmik aus Dresden erworben. "Die Produkte und Lösungen von Sysmik fügen sich in unsere Automationstechnologie ein, so dass sie Phoenix Contact den direkten Einstieg in den wachstumsstarken Markt der Gebäudeinfrastruktur erschließen", schließt Bent.










