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Artikel und Hintergründe zum Thema

Edge Computing

Meinrad Happacher,

Die kleine Mica-Schwester

Die Firma Harting sieht sich als ein "Wegbereiter der Digitalen Transformation" und will auf der Hannover Messe 2017 in puncto Edge Computing und E-Mobility Akzente setzen.

Die Mica ist seit zwei Jahren auf dem Markt. Ihre kleine ­Schwester, die 'miniMica' hat noch Studien-­Charakter und soll eventuell in einem Stecker Platz finden.

© Harting

Harting gehört zu der Handvoll Unternehmen, die in der 70-jährigen Historie der Hannover Messe noch nie als Aussteller gefehlt hat, wenngleich sich das Produktspektrum des heute über 4300 Mitarbeiter zählenden Unternehmens in dieser Zeit vehement geändert hat: In den Anfangsjahren zierten Weidezaungeräte, Kochplatten, Sparlampen und Bügeleisen den Messestand.

In diesem Jahr soll die erstmals vor zwei Jahren präsentierte IPC-Geräteklasse Mica einen Messeschwerpunkt bilden. Der IPC ist im vergangenen Jahr auf der Messe mit dem Hermes Award ausgezeichnet worden. 2016 verkaufte Harting hiervon mehrere 100 Stück. Für 2017 ist ein Absatz im vierstelligen Bereich und damit auch der Übergang in den profitablen Geschäftsmodus geplant. Auf der Messe hat nun die ‚Mica Energy‘ Premiere. Mit ihr lassen sich Energiedaten an Bestandsmaschinen erfassen. Was das daran angegliederte Thema Energiemanagement betrifft, stellt Dr. Jan Regtmeier, Director Productmanagement IT SW Development, insbesondere die Zusammenarbeit mit IBM heraus. „Die Kopplung von Mica und Watson über MQTT funktioniert sehr gut!“ Gerade in der Kooperation mit Spezialisten anderer Disziplinen sieht Regtmeier den Charme von Mica: „Wir sind gut im Sensordaten einsammeln und vorverarbeiten und haben nicht vor, andere Disziplinen zu besetzen.“ Regtmeier sieht das Erfolgsrezept der Mica deshalb auch im Mica-Netzwerk, zu dem sich bereits 23 Firmen bekennen; zehn weitere Firmen befinden sich in der Aufnahmephase. Acht Netzwerk-Partner werden auf der Hannover Messe ihre Lösungen rund um das Thema Digitalisierung der Produktion und IIoT (Industrial Internet of Things) auf dem Harting-Stand zeigen.

Doch wie geht es mit der Mica weiter? Die nächste Evolutionsstufe ist mit dem miniMica-Konzept angedacht. Dahinter verbirgt sich eine skalierbare und flexible Architektur, mit der Computing-Bausteine auf verschiedene Weise miteinander verbunden werden können. Harting testet und zeigt das Konzept zusammen mit Rinspeed an dessen Konzeptfahrzeug ‚Oasis‘ auf der Messe. Die steckbaren Module sowie die Konfiguration des Mica-Systems lassen sich im Falle des Oasis je nach Gusto des Fahrers auf die jeweilige Aufgabenstellung des Fahrzeugs zuschneiden.

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Hoffnungsträger Elektromobilität

Einen weiteren Ausstellungsschwerpunkt wird das Thema Elektromobilität bei Harting bilden. Der Geschäftsbereich Automotive umfasst heute in Deutschland 80, in der Fertigung in ­Rumänien 350 Mitarbeiter und widmet sich vor allem den Ladesteckern für Elektrofahrzeuge. Das Steckerspektrum reicht vom AC-Ladestecker für die Steckdose mit 3,6 kW Ladeleistung bis hin zum High-End DC-Ladestecker mit 350 kW Ladeleistung. „Was die Ladetechnik betrifft, wird sich in den nächsten Jahren sehr viel bewegen“, ist Marco Grinblats, Business Unit Manager E-Mobility sicher. Insbesondere, weil Ladezeiten bis herunter auf 20 Minuten bei Fahrzeugen mit einer Ladekapazität von knapp 100 kWh angestrebt würden. „Wollen Sie zehn solcher Ladestationen zur Verfügung stellen, müssen Sie vor Ort eine Ladeleistung von 3,5 MW vorhalten“, rechnet Grinblats vor. „Da sind noch große Infrastruktur-Herausforderungen zu meistern!“ Harting will sich hierbei auf die Ladestecker-Technologie konzentrieren und sieht sich vor allem mit den Herausforderungen steigende Ströme, steigende Verlustleistung, höhere Kabelquerschnitte und steigende Gewichte konfrontiert – keine trivialen Themen, wenn man allein bedenkt, dass ein 350-kW-Ladestecker heute 20 kg Eigengewicht aufweist.

Ethernet bis an den Sensor

Miss-M8ty-Stecker

© Harting

Sensoren, Kamerasysteme und Switches sind nur einige Komponenten, die heute oft nur noch durch die Anschlusstechnik an der weiteren Miniaturisierung gehindert werden. Mit der Miss-M8ty-Steckertechnologie stellt Harting zur Messe eine normierte M8-codierte Fast-Ethernet-Lösung vor, die mit bis zu 100 Mbit und POE alle Abnehmer mit Power und Daten über eine Schnittstelle versorgt und sich damit laut Harting dafür eignet, bisherige Bussysteme abzulösen.

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