ZVEI-Exportzahlen
China bald auf Platz 1
2010 hat die deutsche Elektroindustrie ihren Export-Rekord aus dem Jahr 2008 geknackt. Davon geht der ZVEI mit Blick auf die Export-Zahlen bis November 2010 aus. Außerdem soll im Jahr 2011 der Einfluss Chinas soweit steigen, dass das Land selbst Frankreich und die USA als stärkste Abnehmer deutscher Elektronik in den Schatten stellt.
Zwar liegen die Zahlen für Dezember noch nicht vor, doch schon jetzt schätzt der ZVEI, dass die deutsche Elektroindustrie im Jahr 2010 den 2008er-Export (144 Mrd. Euro) übertroffen hat. Allein von Januar bis November 2010 beliefen sich die Branchenexporte auf insgesamt 131 Mrd. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um 24 %.
Besonders stark gestiegen sind die Exporte der deutschen Elektroindustrie nach China: Zwischen Januar und November haben die Exporte um 45 % auf 9 Mrd. Euro zugelegt. Die Branchenausfuhren dorthin umfassen mittlerweile rund 7 % der gesamten Elektroexporte - Tendenz steigend. Das Land ist jetzt schon der drittwichtigste Abnehmer - nach Frankreich und den USA. ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann rechnet damit, dass China weiter deutlich an Einfluss gewinnt: „Den Sprung auf Platz eins dürfte China schon 2011 schaffen", sagte er bei der Vorstellung der Statistik.
Bei den Europa-Zahlen wird die konjunkturelle Kluft innerhalb Europas sichtbar. Während die Elektroausfuhren im gesamten Euro-Raum zwischen Januar und November 2010 um 24 % gestiegen sind, konnte in den PIGS-Ländern (Portugal, Irland, Griechenland, Spanien) lediglich 12 % mehr abgesetzt werden als 2009. Die Exporte nach Irland stiegen nur um 7 %, Portugal ist Schlusslicht mit gerade einmal 1 % Wachstum. Damit gingen in den ersten elf Monaten des Vorjahres 67 % der Ausfuhren der der deutschen Elektroindustrie nach Gesamteuropa, 57 % in die EU, 36 % in die Eurozone und noch 6 % in die PIGS-Länder.
Zu den Importen: Von Januar bis November 2010 summierten sich die Elektro-Einfuhren nach Deutschland auf 119 Mrd. Euro - ein Plus von 29 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.








