ABB Deutschland
Bilanz 2010: Auftragseingang stimmt optimistisch
Mit etwas über 3 Mrd. € Umsatz – 5 % weniger als 2009 - hat ABB Deutschland das Geschäftsjahr 2010 abgeschlossen. Dennoch zeigte sich der Ende Juni ausscheidende Vorstandsvorsitzende Peter Smits auf der Bilanzpressekonferenz optimistisch. Der Grund: das deutliche Plus beim Auftragseingang von 22 %.
Die deutsche Landesgesellschaft des ABB-Konzerns konnte im Geschäftsjahr 2010 den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr von 3,05 Mrd. € auf 3,74 Mrd. € steigern. Nicht mithalten konnte die Umsatzentwicklung: Der Umsatz sank nach –14 % von 2008 auf 2009 im letzten Jahr nochmals um weitere 5 %, konkret von 3,18 Mrd. € auf 3,03 Mrd. €. „Dies ist die Folge des niedrigen Auftragseingangs im Jahr 2009,“ betonte Peter Smits, Vorstandsvorsitzender der ABB AG in Deutschland. Der Vergleich von Auftragseingang 2009 (3,05 Mrd. €) mit dem Umsatz 2010 (3,03 Mrd. €) zeigt wie eng beide Kennzahlen miteinander gekoppelt sind. Demnach ist 2011 ein deutlicher Umsatzanstieg zu erwarten, „zumal ABB seit dem zweiten Halbjahr 2010 eine Aufwärtsentwicklung spürt.“ so Smits. Trotz der Umsatzeinbußen ging der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich nach oben: von 217 Mio. € auf 290 Mio. € (+33%).
Der neu formierte Geschäftsbereich Industrieautomation und Antriebe konnte im ersten Jahr mit guten Zahlen aufwarten: Der Auftragseingang lag bei 373 Mio. € gegenüber 254 Mio. € im Vorjahr (+47 %). Der Umsatz belief sich auf 338 Mio. €, was gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 (282 Mio. €) einem Anstieg von 20 % entspricht.
Bei der Prozessautomation lagen dagegen sowohl Auftragseingang als auch Umsatz knapp unter den Vorjahreswerten; der Auftrageingang um 2 % (von 506 Mio. € auf 494 Mio. €) und der Umsatz um 3 % (von 528 Mio. € auf 511 Mio. €).
Getrieben von Investitionen in den Bereichen Gebäudeinstallation, Industrie und Solar stieg der Auftragseingang des Geschäftsbereichs Niederspannungsprodukte um 13 % auf 819 Mio. € (2009: 727 Mio. €). Der Umsatz legte um 11 % auf 806 Mio. € (2009: 728 Mio. €) zu.
Der Bereich Energietechnik-Systeme konnte mit einem Auftragseingang von 1,26 Mrd. € einen Anstieg um 66 % verzeichnen (2009: 756 Mio. €). Dieser gewaltige Sprung ist nicht zuletzt dem Gewinn des Offshore-Windpark-Projekts DolWin1 in der deutschen Nordsee zu verdanken. Der Umsatz sank dagegen um 21 % von 790 Mio. € auf 621 Mio. €.
Bei den Energietechnik-Produkten waren sowohl Auftragseingang als auch Umsatz rückläufig. Der Auftragseingang lag mit 848 Mio. € um 9 % unter dem Vorjahreswert (934 Mio. €). Der Umsatz belief sich auf 849 Mio. € oder 7 % weniger als 2009 (913 Mio. €).









