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Artikel und Hintergründe zum Thema

Umstrukturierung

Günter Herkommer,

ABB stellt sich neu auf

Der ABB-Konzern hat die dritte Stufe seiner sogenannten Next-Level-Strategie gestartet. Dies geht einher mit einer Neuausrichtung der Divisionen als vier unternehmerisch handelnde Einheiten sowie einer Konsolidierung der bisherigen ABB-Marken.

Das Ziel von ABB bis 2020 ist ein durchschnittliches Umsatzwachstum zwischen 3 und 6 % sowie ein operatives EBIT zwischen 11 und 16 %.

© ABB

„In den vergangenen zwei Jahren ist ABB schneller, schlanker und effizienter geworden. Mit der dritten Stufe unserer Next-Level-Strategie setzen wir nun unsere erfolgreiche Transformation konsequent fort und stärken unsere Position als globales Technologieunternehmen“, kommentiert Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB, die zum 1. Januar 2017 anstehende Umstrukturierung. Konkret will sich der Konzern auf vier Divisionen fokussieren: Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe, Industrieautomation und Stromnetze. Die einzelnen Divisionen sollen innerhalb der ABB-Gruppe noch stärker unternehmerisch handeln können. In diesem Kontext seien sowohl strategische Zukäufe geplant als auch die Trennung von Randgeschäften wie zum Beispiel der jüngst angekündigte Verkauf des Kabelgeschäfts an NKT Cables. Nicht zuletzt will ABB künftig mit einer einzigen Unternehmensmarke auftreten und damit alle ABB-Marken weltweit unter einem Dach konsolidieren. Dieser Prozess werde voraussichtlich bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Was die Umstrukturierung für die einzelnen Divisionen bedeutet:

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Elektrifizierungsprodukte

Alle Elektrifizierungsangebote der Gruppe werden in dieser Einheit gebündelt, insbesondere durch die Integration von Teilen der bisherigen Division Industrieautomation und Antriebe. Die Bereiche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Solarumrichter und unterbrechungsfreie Stromversorgung werden von der Division Industrieautomation und Antriebe in die Division Elektrifizierungsprodukte überführt und sollen innerhalb der Division eine Plattform für zukünftiges Wachstum bieten.

Robotik und Antriebe

ABBs Angebot in den Bereichen industrieller Motoren und Antriebe sowie das leistungsstarke Robotik-Geschäft sind die zentralen Bausteine dieser neu gestalteten Division, die aus der bisherigen Division Industrieautomation und Antriebe hervorgeht. Die Division wird sich auf den schnell wachsenden Robotik-Markt fokussieren. Aktuell sieht sich ABB in diesem hochattraktiven Markt als zweitgrößter Anbieter und will langfristig zur Nummer 1 aufsteigen.

Darüber hinaus will ABB in das Geschäft mit industriellen Antrieben und Motoren investieren, um seine führende Marktposition auszubauen. Hierzu wird das Unternehmen den Fokus auf schnellwachsende Segmente, die Leichtindustrie und Wachstumsmärkte wie Asien richten.

Industrieautomation

Die neue Division Industrieautomation geht aus der bisherigen Division Prozessautomatisierung hervor. Hierzu zählen der Bereich Prozessleittechnik mit seinen Software- und Dienstleistungsangeboten. Das Unternehmen verfüge über eine einzigartige Breite an Branchenwissen, die es ermöglicht, zentrale Schnittstelle im Kontrollraum zahlreicher Industrien zu werden, wie Pharma, Bergbau, Schifffahrt oder Öl- und Gas.

Stromnetze

Nach einer umfassenden strategischen Portfolio-Überprüfung sind Verwaltungsrat und Konzernleitung von ABB zu dem Schluss gekommen, dass die Transformation der Division Stromnetze unter dem Dach von ABB den größtmöglichen Wert für die Aktionäre schafft – verglichen mit anderen Optionen wie beispielsweise ein Verkauf, Börsengang, Abspaltung oder Joint Venture. Wichtige Faktoren des Entscheidungsprozesses waren unter anderem die Attraktivität des Marktes, die bestehenden und künftigen Angebote des Produktportfolios, die Chancen des Geschäftsmodells, die Frage nach dem besten Eigentümer sowie alternative Optionen zur Wertschaffung für die ABB-Aktionäre. Diese Überprüfung wurde begleitet und unterstützt von unabhängigen Analysen durch McKinsey sowie den unabhängigen Finanzexperten von Credit Suisse und Goldman Sachs.

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