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Artikel und Hintergründe zum Thema

Vega

Inka Krischke | Inka Krischke,

Verkabelung überflüssig

Anfang 2021 bringt Vega die autarken Radarsensoren ‚Vegapuls Air‘ auf den Markt. Produktmanager Clemens Hengstler erläutert, was das Besondere an ihnen ist.

© Vega

Herr Hengstler, an welche Einsatzszenarien ist bei den neuen Radarsensoren für die Füllstandmessung in erster Linie gedacht?

Clemens Hengstler: Die autarken Sensoren auf der Basis unserer 80-GHz-Radartechnologie sind per Plug-and-play schnell eingebaut – ganz gleich, ob es sich um mobile Behältnisse für Flüssigkeiten oder Schüttgüter, um IBC-Container, transportable Silos oder Tanks handelt. Oder auch um stationäre und abgelegene Behältnisse, wie Zisternen, Auffangbecken und dezentrale Versorgungstanks, bei denen bisher keine Sensoren zum Einsatz kamen, da der Aufwand für Installation und Verdrahtung zu groß war.

Warum braucht der Markt eine neue Lösung?

Es gibt heute noch viele Behältnisse, in denen der Füllstand nicht erfasst wird, da es bisher zu aufwendig und kostspielig war. Unsere Sensoren schaffen Transparenz und ermöglichen es, Prozesse, Abläufe und die Logistik zu optimieren. So können zyklische Abläufe bedarfs- und verbrauchsgerecht gestaltet werden. Dies senkt Kosten und spart Ressourcen. Die Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit werden erhöht.

In wenigen Sätzen zusammengefasst: Was ist das Besondere an den Sensoren?

Die ‚Vegapuls Air‘-Sensoren sind batteriebetrieben und mit nur wenigen Handgriffen installiert. Eine Verkabelung ist nicht erforderlich. Die Messwerte werden via Funk übertragen. Der Nutzer muss sich keinerlei Gedanken über die Infrastruktur machen: Sensor installieren, einschalten – fertig. Durch die integrierte Batterie sind Laufzeiten von mehr als zehn Jahren realisierbar.

Welche Messwerte erfassen die Sensoren?

Die autarken Geräte erfassen in jedem Behälter mehrfach am Tag Füllstand, Temperatur, GPS-Position, Ausrichtung sowie den Batteriestatus und übermitteln diese per Funk in die Cloud.

Wie ist die Kommunikation geregelt, wie erfolgt die Übertragung der Daten?
Die Kommunikation erfolgt über Low-Power-Funkstandards, die speziell für IoT-Sensoren ausgelegt wurden: zum einen über LoRa, einen Standard, der zurzeit in Smart Cities zum Einsatz kommt. Mit ihm lassen sich die Sensoren in ein lokales LoRa-Netz integrieren. Zum anderen gibt es eine Mobilfunkvariante. Sie nutzt NB-IoT oder LTE-M, die beide in 4G und 5G integriert sind. Sie sind auf hohe Reichweite und Durchdringung optimiert, sodass eine Netzabdeckung selbst bis in Keller von Gebäuden realisiert wird.

Was ist mit der Sicherheit der Daten?

Sicherheit – ein gutes Stichwort! Darauf lag unser Augenmerk bei der Entwicklung ganz besonders. Die Geräte verfügen – zusätzlich zu ihrer Standardverschlüsselung der Funkstandards – über eine End-to-End-Verschlüsselung. Höchste Sicherheit ist garantiert.

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