Druck-, Füllstand/Grenzstandsensoren

Stefan Kuppinger,

Vega läutet mit plics-plus Generationswechsel ein

Sechs Jahre nach Einführung ihres modularen Gerätekonzepts plics bringt die Firma Vega in ihrem Jubiläumsjahr die Nachfolgegeneration auf den Markt – plics-plus.

Vega-Geschäftsführer Günter Kech (mitte), flankiert von Holger Sack, Leiter Produktmanagement und Marketing (links) und Jürgen Skowaia, Produktmanager Radar (rechts) bei der Vorstellung des neuen Gerätekonzepts plics-plus.

„Wir hätten lieber schon letztes Jahr unser 50-Jähriges Firmenjubiläum gefeiert“, betonte Günter Kech, Geschäftsführer Vertrieb, Marketing und IT der Firma Vega Grieshaber, zu Beginn der Pressekonferenz am 24. März in der Firmenzentrale in Schiltach. Wie so viele Unternehmen setzte auch Vega im vergangenen Jahr nochmals eine Bestmarke hinsichtlich Umsatz – insgesamt 226 Mio. €. „Das werden wir in 2009 mit Sicherheit nicht schaffen“, so Kech. Dennoch blickt Kech entspannter in die Zukunft als viele Geschäftsführer anderer Unternehmen, unter anderem wegen der in den Boom-Jahren gebildeten Rücklagen. Aus denen wird beispielsweise der gerade begonnene Neubau einer Produktionshalle für 15 Mio. € komplett bestritten.

 

Das 2003 vorgestellte Gerätekonzept plics basiert auf einem modularen Gehäusesystem, frei kombinierbaren Prozessanschlüssen sowie einer einheitlichen Bedienung für die von Vega unterstützten Messprinzipien Füllstand, Grenzstand und Druck. „Zur Achema 2009 setzen wir mit plics-plus das Gerätekonzept mit vielen Neuerungen fort, bleiben dabei aber zu den plics-Geräten kompatibel“, so Holger Sack, der bei Vega das Marketing- und Produktmanagement leitet. Spätestens 2011 sollen alle Gerätereihen auf die neue Generation des modularen Gerätekonzepts umgestellt sein.

 

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Die Neuerungen im Detail

Im Mittelpunkt der Neuentwicklungen steht wiederum die Vereinfachung und Standardisierung der Messtechnik über alle Sensoren hinweg. Zusätzliche Zweikammergehäuse aus Kunststoff und Edelstahl erweitern die Gehäusevielfalt. Überarbeitet wurde auch das Bedienkonzept des optionalen Anzeigemoduls. Die nach dem aktuellen Style-Guide der FDT-Group (Field Device Type) erstellten Geräte-DTMs (Device Type Manager) sorgen für einen herstellerübergreifenden Aufbau der Bedienoberflächen in Leitsystemen oder Parametrierungstools.

 

Zusätzlich erleichtert Vega die Gerätekonfiguration mit speziellen Inbetriebnahme- und Diagnoseassistenten. „Darüber hinaus haben wir die Elektronikentwicklung komplett an den Anforderungen der IEC 61508 ausgerichtet“, nennt Sack eine wichtige Neuerung. Künftig sind alle plics-plus-Sensoren optional mit SIL-Zertifikat, Typenschild und Dokumentation lieferbar. „Wem die etwa 70 € Mehrkosten dafür zu teuer sind und wer den Aufwand nicht scheut, kann das auch selbst erledigen“, so Sack. Die notwendigen Informationen stehen auf der Homepage zur Verfügung. Steckbare Verdrahtungsblöcke ermöglichen jetzt die Verdrahtung ohne Werkzeug. Zusammen mit den integrierten Ausbauhilfen lässt sich ein Modul in Sekunden wechseln.

 

Leistungsfähigere Mikroprozessoren sorgen für kürzere Signalverarbeitungszeiten und höhere Messgenauigkeiten. Zudem haben alle Sensoren künftig eine einheitliche Versorgungsspannung von 9,6 V. Der in jedem Elektronikmodul integrierte Datenspeicher für 100.000 Messwerte und Ereignisse vereinfacht die Analyse prozessrelevanter Ereignisse ebenso wie die entsprechend auf die Namur-Empfehlung NE 107 umgestellten Diagnose-Meldungen.

 

Produkteinführung – Start auf der Achema

Zur Markteinführung auf der Achema lieferbar sind die DTMs, ein SIL-fähiges Signalauswertegerät, und der Differenzdrucksensor Vegadif 65, mit dem optional auch Durchflussmessungen auf Basis von Messblenden möglich sind. „Diese Funktion wurde auf Kundenwunsch in der Firmware berücksichtigt, ist aber keinesfalls als Einstieg von Vega in das Thema Durchflussmessung zu werten“, betont Sack. Für den Sommer angekündigt ist der Radarsensor Vegaplus 60 mit erweiterten Temperaturbereichen (450 °C und 200 °C) und Antennen mit einer höheren chemischen Beständigkeit. Zum Jahresende folgen eine Mikrowellenschranke (Grenzstandschalter) für Schüttgüter und ein GSM/GPRS-Funkmodul mit integriertem Power Management und Batterieversorgung.

 

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