Turck
Unter den Erwartungen
Zehn Prozent Wachstum waren für dieses Jahr bei Turck angepeilt, rund fünf Prozent werden es wohl werden. Geschäftsführer Christian Wolf berichtete anlässlich der Vorpressekonferenz zur SPS IPC Drives über den aktuellen Geschäftsverlauf und die Neuheiten zur Messe.
Für das bis Ende Dezember laufende Geschäftsjahr 2014, rechnet der Automatisierungsspezialist Turck mit einem konsolidierten Gruppenumsatz von rund 470 Mio. Euro. Laut Geschäftsführer Christian Wolf wird damit die diesjährige Umsatzsteigerung, nicht bei zehn Prozent - wie vor einem Jahr noch geplant -, sondern bei rund fünf Prozent liegen. Turck musste seine Erwartungen vor allem aufgrund interner Probleme in China zurückschrauben. Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik fiel dementsprechend mit einem Prozent relativ bescheiden aus. Ganz anders hingegen in Deutschland und den USA: „Mit mehr als zehn Prozent Wachstum waren wir 2014 auf dem deutschen Markt überdurchschnittlich erfolgreich, ebenso wie in Nordamerika“, sagte Wolf.
Trotz der aktuell eher trüben Konjunktur-Indikatoren glaubt Wolf an ein weiteres Wachstum im Jahr 2015: „Aufgrund der unsicheren Ökonomie-Entwicklung ist eine Prognose zum jetzigen Zeitpunkt schwierig. Wir gehen jedoch davon aus, auch im kommenden Jahr besser zu wachsen als der Markt und mindestens fünf Prozent erzielen zu können.“ Insgeheim hofft Wolf, im kommenden Jahr die 500 Millionen-Umsatzgrenze zu knacken.
Wolf weiter: „Um auch zukünftig besser als der Markt zu wachsen, investieren wir kontinuierlich in die Produktentwicklung aber auch generell in die Unternehmensbereiche.“ So beträgt allein zwischen 2012 und 2016 die Investitionssumme in Gebäude, Fertigung, Logistik und IT-Lösungen rund 100 Mio. Euro. Im Zuge der Internationalisierungsstrategie hat Turck in den letzten zehn Jahren zudem 13 neue Landesgesellschaften gegründet. Aktuellstes Beispiel: die Akquisition des langjährigen kanadischen Vertriebspartners Chartwell Automation, mittels derer die marktführende Position in Nordamerika weiter ausgebaut werden soll. Zum 1. Oktober übernahm Turck 50 Prozent der Unternehmensanteile an den Kanadiern, die restlichen 50 Prozent sollen bis zum 1. Oktober 2017 folgen.
Insgesamt stieg die Zahl der Mitarbeiter 2014 weltweit von 3.350 auf mehr als 3.500. Exakt die Hälfte davon beschäftigt die Turck-Gruppe an ihren deutschen Standorten in Beierfeld, Detmold, Halver und Mülheim an der Ruhr.
Als technologische Meilensteine fasst Turck bis 2016 die Produktgruppen Visualisierung und SPS-Technologie ins Auge. LCD-Displays und die Masterfunktionalität für Speicherprogrammierbare Steuerungen sollen dann zum angebotenen Produktportfolie gehören.










