Hannover Messe
Umstrukturierung und neue Geländebelegung
Die Hannover Messe strukturiert um: Ab 2020 werden sieben Ausstellungsbereiche die bisherigen Fachmessen - bei geänderter Geländebelegung - zusammenführen. Neu ab Herbst 2020 ist zudem die 5G-Messe '5G CMM Expo'.
Für Prof. Dr. Friedhelm Loh (links) ist und bleibt die Hannover Messe „das Schaufenster für die Innovationskraft des Industriestandorts Deutschland.“ Dr. Köckler geht davon aus, dass das geänderte Messekonzept dazu führe, „dass wir alle mitnehmen und niemanden an den Rand drängen.“
© Computer&AUTOMATION„Wir werden die Marke weiter stärken und daher die bisherigen Submarken in der Dachmarke Hannover Messe integrieren und aufgehen lassen“, erklärt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG, im Rahmen einer Pressekonferenz. „Unter dem Leitthema Industrial Transformation zeigen unsere Aussteller, wie sich die Industrie in Zeiten von Industrie 4.0, künstlicher Intelligenz und 5G aufstellt und welchen Beitrag ein hochautomatisierter Materialfluss leistet“, so Dr. Köckler.
Sieben Ausstellungsbereiche (zwei davon im zweijährlichen Turnus) kennzeichnen die Hannover Messe ab 2020.
© Computer&AUTOMATIONInhaltlich gliedert sich die Hannover Messe künftig in sechs Ausstellungsbereiche:
Der Ausstellungsbereich Automation, Motion & Drives (ab 2020 in den Hallen 2 bis 13) umfasst unter anderem die Themen Fabrik-, Prozess- und Energieautomation sowie die Antriebs- und Fluidtechnik, Robotik, industrielle Sensorik und Bildverarbeitung, Stromübertragung, Transformatoren, Energieführung sowie Logistikautomation und Lagertechnik. Dr. Köckler: „Die Automation ist der Ursprung des Wandels hin zu einer umfassend vernetzten Industrie. Im Messegelände belegt sie zukünftig den kompletten Osten und Süden des Geländes und bildet somit den Rahmen für die industrielle Transformation und ermöglicht eine optimale Besucherführung.“
Die Digital Ecosystems rücken in das Zentrum des Messegeländes (ab 2020 in den Hallen 14 bis 17). Dort dreht sich alles um die digitale Vernetzung und Anwendungen für Industrie mit den Themen Unternehmenssoftware, PLM, MES, Logistics-IT, Digitale Plattformen und Cloud-Lösungen, IT-Security, Augmented & Virtual Reality, Energiemanagement-Lösungen, Künstliche Intelligenz oder 5G-Infrastruktur.
Auf die Versorgung von Industrieanlagen und angeschlossener Mobilitätsinfrastruktur, insbesondere mit elektrischer Energie, konzentriert sich der Bereich Energy Solutions. Im Einzelnen geht es um Stromerzeugung, Stromübertragung, Strom-, Wärme- und Kälteversorgung sowie um die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge (ab 2020 in den Hallen 11, 12, 13, 27).
Zukunftsthemen wie Leichtbau und Additive Manufacturing, Oberflächentechnik, materialspezifische Komponenten, Fügetechnologien und Engineering-Dienstleistungen bildet der Ausstellungsbereich Engineered Parts & Solutions ab (ab 2020 in den Hallen 19, 20, 22, 23).
Im Bereich Future Lab (ab 2020 in den Hallen 21 und 24) stehen Forschung und Entwicklung, Startups, Emerging Technologies, Innovationskultur und die Zukunft der Arbeit auf der Agenda. Dr. Köckler dazu: „Im Nordosten des Geländes schaffen wir einen Hotspot für Innovationen. Startups treffen auf Forschungsinstitute. Industrieunternehmen treffen auf junge Talente und Querdenker. Das Future Lab gewährt Einblick in die Industrie von übermorgen.“
Der Ausstellungsbereich Logistics wird zweijährlich ausgerichtet und umfasst Förder- und Lagertechnik, Lager- und Betriebseinrichtungen, Flurförderzeuge und Zubehör, fahrerlose Transportsysteme, Verpackung und Logistikdienstleistungen (ab 2020 in den Hallen 2, 3 und 4). Jährlich hingegen werden sich auch in den anderen Ausstellungsbereichen Logistikthemen wiederfinden – insbesondere die Themen Logistikautomation sowie Digital Logistics, die damit das jährliche Portfolio der Hannover Messe um diese Thematik erweitern.
In den ungeraden Jahren informiert der ebenfalls zweijährlich stattfindende Ausstellungsbereich Compressed Air & Vacuum über innovative Druckluft- und Vakuumtechnik für sämtliche industriellen Prozesse (ab 2020 in der Halle 26).
Der Ausstellerbeirat unterstützt das geänderte Messekonzept. Prof. Dr. Friedhelm Loh, Vorsitzender des Ausstellerbeirats, führt dazu aus: „Die Maßnahmen zur konsequenten Weiterentwicklung der Hannover Messe werden zu 100 % von den Mitgliedern des Ausstellerbeirats mitgetragen.“ Weiter sagt Prof. Dr. Loh: „Wir sind die Show in der Welt für die Industrie.“
Hannover soll erstes 5G-Messegelände der Welt werden
Die Deutsche Messe AG beabsichtigt, ihr Gelände mit einer flächendeckenden 5G-Infrastruktur auszustatten. Demnach ist die Hannover Messe 2019 mit ihrer 5G-Arena erst der Anfang. Ziel der hannoverschen Messegesellschaft ist es, sämtliche Hallen sowie das Freigelände bis Sommer 2020 mit dem Mobilfunkstandard 5G auszurüsten. Durch die permanente Verfügbarkeit von 5G lassen sich dann künftig Anwendungen aus Industrie, Mobilität, Logistik, Smart City oder Gesundheit testen und demonstrieren, die ohne 5G nicht machbar wären.
Im ersten Schritt wird die Deutsche Messe die urbane Infrastruktur des Messegeländes mit einem öffentlichem und privatem 5G-Netz ausstatten.
Dazu soll die Kongressmesse ‚5G CMM Expo‘ zur jährlichen Leitveranstaltung rund um die Schlüsseltechnologie 5G werden. CMM steht für Connected Mobile Machines. Bereits im Oktober 2019 wird es den ersten Kongress zu dem Thema geben. Im Herbst 2020 geht dann die erste Messe an den Start. Sie soll die Anwendungsbreite des 5G-Standards anhand erlebbarer Use Cases für alle vernetzten mobilen Maschinen im öffentlichen Raum, in unterschiedlichen Wirtschaftssektoren sowie beim Endverbraucher präsentieren.














