Strategische Partnerschaft
Sick und Endress+Hauser gründen Joint Venture
Sick und Endress+Hauser haben eine Vereinbarung geschlossen, um gemeinsam die Dekarbonisierung der Prozessindustrie voranzutreiben. Dazu gründen die Unternehmen ein Joint Venture.
Sick, ein Spezialist für Sensortechnologie, und Endress+Hauser, ein Hersteller von Messtechnik, haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, die speziell auf die Prozessautomation abzielt. Im Fokus dieser Zusammenarbeit steht die Entwicklung und Umsetzung von Prozesslösungen für die Dekarbonisierung. Dazu gründen die Unternehmen ein Joint Ventures. Sick bringt langjährige Expertise in der Emissionskontrolle und der Messung von Erdgas-Wasserstoffgemischen ein, während Endress+Hauser als globaler Marktführer in der Prozess- und Laborautomatisierung auftritt. Mit dieser Partnerschaft soll die Dekarbonisierung in der Prozessindustrie maßgeblich vorangetrieben und neue Marktsegmente erschlossen werden.
Der Sensorspezialist wird die produktgenerierenden Teile seines Geschäftsbereichs »Cleaner Industries« in das Joint Venture einbringen, der rund 730 Mitarbeiter an mehreren Standorten in Deutschland umfasst. Gleichzeitig werden etwa 800 Sick-Mitarbeiter aus Vertrieb und Service in 42 Ländern zu Endress+Hauser wechseln, um die globale Vermarktung der neuen Lösungen voranzutreiben. Das Kerngeschäft der Fabrik- und Logistikautomation, in dem Sick über 80 Prozent seines Umsatzes generiert, bleibt von dem vereinbarten Zusammenschluss mit Endress+Hauser unberührt und soll durch eine stärkere Fokussierung profitieren, so der Sensorspezialist.
Der Start des Joint Ventures und der Übergang der Vertriebs- und Serviceaktivitäten sind für den Jahreswechsel 2024/2025 geplant, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.
Bereits im Oktober 2023 hatten beide Unternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnet, die als Grundlage für die nun beschlossene Partnerschaft diente. Die komplementären Produktportfolios von Sick und Endress+Hauser ermöglichen es, ein breiteres Spektrum an Lösungen anzubieten und die Innovationsgeschwindigkeit zu erhöhen. Nach einer intensiven Prüfungsphase wurde der Vertrag durch die Aufsichtsgremien beider Unternehmen bestätigt.










