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Artikel und Hintergründe zum Thema

Sick

Inka Krischke,

Geschäftsentwicklung herausforderndem Marktumfeld angepasst

Sick, internationaler Anbieter von sensorbasierten Automatisierungslösungen mit Hauptsitz in Deutschland, hat im herausfordernden Geschäftsjahr 2024 ein solides Ergebnis erzielt: Konzernumsatz und Gewinn waren rückläufig, Investitionen in Forschung und Entwicklung blieben hoch.

Sick setzt verstärkt auf die Nutzung von KI und hat beispielsweise mit dem 2024 vorgestellten 'Inspector83x' die Kamera-Sensorik um Künstliche Intelligenz erweitert, um die Qualitätskontrolle für Fertigungsunternehmen zu verbessern. © Sick

Das Geschäftsjahr 2024 stand unter dem Vorzeichen einer schwierigen industriellen Konjunkturentwicklung. Anhaltende lokale Krisen und geopolitische Unsicherheiten, protektionistische Maßnahmen und die Androhung höherer Importzölle setzten die Industrie unter Druck. Auch der weltweite Automatisierungsmarkt entwickelte sich nur langsam und die erhoffte Erholung zur Jahresmitte 2024 blieb aus. Der Umsatz von Sick im Geschäftsjahr 2024 passte sich diesem herausfordernden Marktumfeld an und betrug 2.103 Millionen Euro. Das entspricht einer Veränderung von -8,9 Prozent zum Vorjahr. Dabei hatten Währungseffekte einen negativen Einfluss auf die Entwicklung: Bei Annahme unveränderter Durchschnittskurse zum Vorjahr hätte sich ein Rückgang der Umsatzerlöse von 7,8 Prozent ergeben. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich um 51,4 Prozent auf 91,9 Millionen Euro, die EBIT-Marge betrug 4,4 Prozent.

Während die Geschäftsentwicklung von Sick im Heimatmarkt Deutschland und in Asien-Pazifik – hier vorrangig in China – stärker von der schwierigen Marktsituation belastet wurde, war der Umsatzrückgang in den Regionen EMEA und Americas weniger ausgeprägt. In Österreich und Großbritannien, Kanada und Brasilien sowie Indien und Südostasien konnte das Unternehmen mit seinen Sensorlösungen teils zweistelliges Umsatzwachstum erzielen.

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Dr. Mats Gökstorp, Vorsitzender des Vorstands von Sick. © Sick

Dr. Mats Gökstorp, Vorsitzender des Sick-Vorstands, erklärt: „Mit Blick auf die schwierigen Rahmenbedingungen haben wir 2024 ein solides Ergebnis erreicht. Das haben wir vor allem dem engagierten Einsatz unserer Mitarbeitenden weltweit zu verdanken. Wir haben unsere globale Kundenpräsenz und das Innovationstempo weiter erhöht und in neue Technologien für sensorbasierte Automatisierung und Industrial AI investiert. So ist Sick robust aufgestellt, um Kunden weltweit bei der Automatisierung und Digitalisierung von Fertigungs- und Logistikprozessen zu unterstützen und einer schwachen Konjunktur mit unverminderter Innovationskraft zu begegnen.“

Jan-H. Eberhardt, Finanzvorstand von Sick © Sick

Finanzvorstand Jan-H. Eberhardt sagt: „Sick verfügt über eine hohe Ertragskraft und hat im schwierigen Geschäftsjahr 2024 profitabel gewirtschaftet. Mit hoher Kostendisziplin, einer konsequenten Optimierung interner Strukturen und Prozesse und kundenzentrierten Innovationen haben wir Gewinn erzielt und unseren Kurs gehalten.“

Beschäftigtenanzahl auf Vorjahresniveau

Zum Bilanzstichtag 31.12.2024 waren im Sick-Konzern 11.804 Mitarbeitende tätig. Infolge der zurückhaltenden Marktnachfrage war der für 2024 geplante Stellenaufbau nicht erforderlich. Aufgrund der Fluktuation ergab sich ein Rückgang von 3,1 Prozent. Zum Jahresbeginn 2025 ist die strategische Partnerschaft mit Endress+Hauser für die Prozessautomation in Kraft getreten, wodurch rund 800 Sick-Mitarbeitende aus dem ehemaligen Geschäftsbereich ‚Cleaner Industries‘ in das Joint Venture ‚Endress+Hauser Sick‘ gewechselt haben, etwa 700 Mitarbeitende in Vertrieb und Service von Endress+Hauser. Wird diese Veränderung berücksichtigt, waren zum Bilanzstichtag 10.176 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Sick tätig.

Industrial AI im Blickpunkt von Forschung und Entwicklung

Mit 12,2 Prozent des Umsatzes hat Sick weiterhin stark in Forschung und Entwicklung investiert, um innovative Ideen in marktfähige Produkte zu überführen. Um Kunden weltweit bestmöglich bei ihren Automatisierungsvorhaben zu unterstützen, entwickelt das Unternehmen seine eigenen Sensorlösungen weiter und investiert in neue Technologien. Dazu gehören gezielte Akquisitionen im Bereich AI- und softwaregestützter Sensortechnologie sowie Partnerschaften. Sick baut dadurch das Produktportfolio in Wachstumsmärkten gezielt aus, beispielsweise Autonomen Mobilen Robotern. 2024 wurden 163 Patente angemeldet, darunter 26 Lösungen, die explizit auf Industrial AI und Deep Learning beruhen.

Verhaltener Ausblick auf 2025

„2025 spüren wir weiterhin konjunkturellen Gegenwind, dem wir mit anhaltenden Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung und einer hohen Marktpräsenz begegnen“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Mats Gökstorp. „Mit unseren intelligenten Sensorlösungen und Fokus auf Automatisierung in Produktion und Logistik sowie Industrial AI werden wir 2025 für Sick profitabel gestalten. Als globales Unternehmen, das mehr als 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands generiert, ist Sick dafür auch auf stabile wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen angewiesen“, so Gökstorp weiter.

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