Sensor-Aktor-Kommunikation
Projekt „Power24“ soll Einstiegskosten für AS-Interface senken
Mit „Power24“ haben diverse Firmen aus dem AS-International-Verbund eine Gemeinschaftsentwicklung angestoßen mit dem Ziel, ein ohnehin vorhandenes 24-Volt-Netzteil auch für AS-Interface nutzen zu können.
„Gerade in Anwendungen mit wenigen E/As dominiert immer noch die Parallelverdrahtung. Auch wenn AS-Interface für diese Anwendungen gut passen würde, waren bis jetzt die Einstiegskosten für das Sondernetzteil ein Hindernis, da dadurch zusätzliche Kosten entstanden" - sagt Thomas Becker, Geschäftsführer der AS-International Anwendervereinigung. Bereits bei kleinen Applikationen ab 20 E/As mit geringer Ausdehnung von bis zu 50 Metern waren demnach die Einstiegskosten in manchen Bereichen noch zu hoch.
Ergo haben Mitgliedsfirmen von AS-International Association ein Projekt ins Leben gerufen, um eine vorhandene 24V-Stromversorgung auch für AS-Interface nutzen zu können. Damit die Kommunikationstechnologie von AS-Interface auch mit 24V einfach und zuverlässig funktioniert, standen die Entwickler vor einer Reihe konstruktiver Herausforderungen. Eine davon war die Optimierung der Datenentkopplung; einer speziellen Baugruppe, mit der die AS-i-Signale erzeugt werden und die außerdem wesentlich zur Störfestigkeit des grundsätzlich nicht geerdeten Netzwerkes beiträgt. Wichtig war dabei vor allem ein möglichst geringer Spannungsabfall, um die Energie optimal zu nutzen. Eine weitere Herausforderung auf dem Weg zu Power24 war die Entwicklung eines Erdschlusswächters, der das ungewollte Anlaufen potenziell gefährlicher Bewegungen innerhalb der Anlage im Fall von Erdschlüssen rechtzeitig automatisch meldet.
Nach Aussage von AS-International wurden die erforderlichen Tests jetzt erfolgreich bestanden, sodass nun die die Umsetzung in Produkte und Lösungen erfolgen kann. Die AS-i-Anwendervereinigung geht davon aus, dass bis zur Hannover Messe 2010 bereits mehr als 80% der Produkte für den 24V-Einsatz freigegeben sind.










