Lichtlaufzeitmessung
PMD-Sensoren zum Preis von Standardlichtschranken
Im Rahmen einer Pressekonferenz hat ifm electronic PMD-Sensoren vorgestellt, die im Preis vergleichbar mit herkömmlichen optischen Näherungssensoren sind – und in der Anwendung deutlich einfacher.
Bereits im Jahr 2005 wurde die PMD-Technologie von ifm mit dem Hermes Award ausgezeichnet, da sie die Lichtlaufzeitmessung bezahlbar machte. Die Photomischdetektoren (PMD-Sensoren) messen die Zeit, die ausgesendetes Laserlicht vom Sensor zum Objekt und wieder zurück benötigt. Diese Laufzeitmessung ist extrem genau und ermöglicht eine exakte Bestimmung des Abstandes zum Objekt. Um die Laufzeitmessung zu realisieren, wird das Licht einer Laserdiode frequenzmoduliert. Der Sensor misst dann die Phasenverschiebung des reflektierten Lichts, bestimmt die Laufzeit und dann den Abstand.
Mit den Sensoren der „PMDline“ verfeinert ifm nun das Angebot, indem die Firma nach eigenen Angaben „das erste Unternehmen im Markt ist, das die PMD-Technologie in Standardlichtschranken umsetzt“ – und zu einem Listenpreis zwischen 110 und 140 Euro anbietet.
Im Vergleich zu optischen Lichttastern bieten PMD-Sensoren eine sehr große Reichweite – die Sensoren „O5D“ und „OID“ von ifm kommen auf eine Reichweite von jeweils 2 m. Da gleichzeitig flache Winkel bis zu 20° möglich sind, unter dem das Licht auf das zu messende Objekt trifft, ist eine flexible Montage möglich. Was die Inbetriebnahme anbelangt, muss bei herkömmlichen optischen Sensoren der Schaltpunkt in der Anwendung eingestellt werden, das heißt, unter anderem ist das reale zu erfassende Objekt nötig. Bei den PMD-Sensoren kann der Schaltabstand bereits vor der Inbetriebnahme eingestellt werden – der Anwender kann ihn entweder ausmessen oder gegebenenfalls direkt aus der 3D-Konstruktionszeichung entnehmen. Die PMD-Sensoren messen die Entfernung unabhängig von der Oberfläche des Objekts, so dass auch spiegelnde oder matte Oberflächen stellen kein Problem darstellen.
Beim O5D lässt sich der Schaltpunkt über zwei Tasten intuitiv einstellen. Dabei zeigt ein integriertes Display den aktuell eingestellten Wert in Zentimetern an. Der Schaltpunkt des OID wird über einen Stellring (Easy-turn) festgelegt, auf dessen Skala der Wert abgelesen werden kann. Bei beiden Sensoren kommt die Einstellung und Inbetriebnahme ohne Teach-Konzepte aus. Die Sensoren sind mit einer IO-Link-Schnittstelle ausgestattet, über die sich beispielsweise die aktuellen Entfernungswerte auslesen lassen. Die PMD-Sensoren verwenden das Chipdesign von pmdtechnologies – einem Unternehmen, das seit Januar 2013 zu ifm gehört .









