Sensopart: Gabellichtschranken im Rütteltest
Kunststoffvariante schlägt Metallausführung
In der Nähe von Vibrationsförderern leidet die Elektronik metallischer Gabellichtschranken derart, dass die Sensoren alle sechs bis acht Wochen ausgetauscht werden müssen. Eine Alternative sind Varianten aus Kunststoff.
Zum Zählen von Schrauben nutzt der westfälische Automobilzulieferer Technocontrol Gabellichtschranken, die an Förderstrecken in unmittelbarer Nähe von Vibrationsförderern angebracht sind. Allerdings kommt es beim Einsatz unter Vibration bei der klassischen Metallausführung immer wieder zu Schäden an der Elektronik - beispielsweise zu gerissenen Leiterbahnkontakten oder gelösten Bauteilen. Ergo müssen die Sensoren bereits nach einer relativ geringen Betriebsdauer von sechs bis acht Wochen ersetzt werden. Aus diesem Grund entschloss sich Technocontrol zum Probeeinsatz einer Gabellichtschranke im Kunststoffgehäuse und griff dazu auf den Typ „FGL-RK" von Sensopart zurück.
Wie Feldtests bei weiteren Anwendern bereits gezeigt haben, treten Schäden an der Elektronik bei der Gabellichtschranke aus Kunststoff aufgrund der höheren Elastizität des aus Polycarbonat bestehenden Gehäuses nicht auf: Zum einen dämpft das elastische Material die Schwingungen, und zum anderen werden Eigenschwingungen einzelner Bauteile unterbunden, da die empfindliche SMD-Multilayer- Platine vollständig umgossen ist. Ein weiterer Vorteil der elastischen Kunststoff- Gabeln: Im Unterschied zur metallenen Ausführung verziehen sie sich durch (leichte) Schläge nicht.
Die konstruktiven Details der Kunststoff- Gabellichtschranken vereinfachen Montage, Einrichtung und Betrieb.
Neben ihrer Vibrationsfestigkeit gab es weitere Argumente, die den Anwender zum Test der Kunststoffgabel bewogen: Die Gabellichtschranken weisen diverse konstruktive Details auf, die sowohl die Montage und Einrichtung als auch den laufenden Betrieb vereinfachen. Beispielsweise sind die Status-LEDs so angeordnet, dass sie rundum und weithin sichtbar sind; der Maschinenbediener muss sich somit nicht erst in die Nähe begeben, um den Schaltzustand des Sensors zu erkennen. Günstig für Montage und Ausrichtung wirkt sich auch das geringe Gewicht der Kunststoffgabel von 20 bis 40 g aus, abhängig von der Gabelweite. Zum Vergleich: Eine Metall-Gabel gleicher Größe wiegt rund das Fünffache.
Abgerundete Gabel-Enden erleichtern die Ausrichtung des Sensors. Auch das geringe Gewicht der Kunststoffgabeln ist bei der Montage und Ausrichtung von Vorteil. Die Bedienung erfolgt mittels dynamischem Teach-In anstelle von Potentiometern, was eine Einrichtung des Sensors auch im laufenden Prozess ermöglicht. Letztendlich hat sich die Kunststoffgabel im viermonatigen Probe-Einsatz bewährt, so dass die Metall-Gabeln nun an den anderen Produktionslinien sukzessive ersetzt werden sollen - nicht zuletzt auch aus monetären Aspekten, da die Kunststoff-Ausführung deutlich günstiger ist als die Metall-Variante. Bei den gängigsten Varianten beträgt der Preisunterschied zirka 50 %.
Autor:
Claude Kuhnen ist Marketingmanager bei Sensopart Industriesensorik in Gottenheim.











