Maxon Motor
Induktiver Drehgeber mit lediglich 6 mm Durchmesser
Als Meilenstein in der Encodertechnologie bezeichnet die Schweizer Firma Maxon Motor den von ihr entwickelten und nach eigenen Angaben weltkleinsten induktiven Drehgeber. Der MILE-Encoder ist sicher vor Einflüssen wie EMV, Staub oder Öl, er hat einen konfigurierbaren Indexpuls und verfügt über integrierte Kommutierungssignale - und das alles bei lediglich 6 mm Durchmesser.
Induktive Encoder beruhen im Allgemeinen darauf, dass sich die Induktivität von einer oder mehreren Spulen in Abhängigkeit von zugebrachtem Material ändert. Beispielsweise könnte ein halbkreisförmiger Eisenkern, der die Maßverkörperung darstellt, an einer Spule vorbeigeführt werden, die dann ihre Induktivität ändert. Einfache Induktive Encoder haben jedoch auch Nachteile, beispielsweise die Temperaturabhängigkeit des Weicheisens/Ferrits. Auch können externe Magnetfelder die Permeabilität des verwendeten Materials ändern, schon weit unter der Sättigungsgrenze.
Aus diesem Grund sind präzisere Induktivencoder eisenlos. Der Kontrast wird mit Wirbelströmen erzeugt. Solche Encoder sind bei größeren Motoren schon länger bekannt, in Kleinstmotoren bisher aber noch nicht realisiert worden. Ergo hat Maxon Motor jetzt in die Entwicklung stark miniaturisierter Induktivgeber investiert. Das Resultat ist der MILE (Maxon’s Inductive Little Encoder): Er liefert 64 Pulse bei bis zu 120.000 Umdrehungen, hat drei Kanäle, Line Driver sowie integrierte Kommutierungsausgänge. Typische Anwendungsgebiete sind Medizinaltechnik, Robotik oder Industrieanwendungen in rauen Umgebungen. Den MILE gibt es in Kombination mit dem bürstenlosen Gleichstrommotor EC 6. Der Encoder verlängert die Kombination um lediglich 1 mm. Weitere Kombinationen mit größeren Motoren sollen folgen.










