zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Fritz Kübler

Günter Herkommer,

In 24 Stunden geliefert - versprochen!

Neben diversen neuen Produkten wandte sich Kübler auf der SPS IPC Drives 2015 mit einem Versprechen an die Anwender: Wer einen Sendix-Drehgeber bestellt, von dem es theoretisch hunderttausende Varianten gibt, bekommt diesen – falls gewünscht - innerhalb von 24 Stunden vom Produktionswerk geliefert. Nur ein "Marketing-Gag"? Geschäftsführer Gebhard Kübler bezieht Stellung.

Gebhard Kübler: "In Europa sind wir meines Wissens die einzigen, die einen solchen 24-Stunden-Lieferservice anbieten."

© Computer&AUTOMATION / Günter Herkommer

Herr Kübler, welche Beweggründe stecken hinter Ihrem 24-Stunden-Lieferversprechen?

Kübler: Wir machen das aus drei Gründen. Erstens gibt es einen gewissen Markt, den wir heute schon in 48 Stunden beliefern müssen – zum Beispiel im Rahmen des Ersatzteilgeschäftes. Bisher haben wir für diesen "Eilservice" Geld verlangt – das wird künftig nicht mehr der Fall sein!

Zweitens soll dieses Versprechen ein Türöffner sein indem es zeigt, wie flexibel wir sind. Wenn ein Kunde sieht, dass wir das in 24 Stunden können, dann glaubt er uns auch mehr – etwa dass wir auch im Seriengeschäft bei hohen Stückzahlen eine hohe Liefertreue gewährleisten können.

Dies führt uns automatisch zum dritten Aspekt: Zuverlässigkeit. Die Kunden – hierzu gehören unter anderem viele Distributoren weltweit – wissen somit: Wenn sie wollen, können sie Kübler-Drehgeber sehr schnell bekommen und haben damit eine hohe Planungssicherheit.

Wie haben Sie es geschafft, die 24 Stunden von der Bestellung bis zur Auslieferung ab Fertigungswerk garantieren zu können?

Kübler: Wir haben über viele Jahre ein Produktionssystem aufgebaut, dass sich an Kaizen orientiert. Irgendwann haben wir festgestellt: Es ist eigentlich gar nicht nur die Produktion, sondern der Auftragslieferprozess, der noch richtig viel Optimierungspotenzial birgt. Mit anderen Worten: Bis zu dem Zeitpunkt, wo das Produkt in der Fertigungsinsel als Bestellung ankommt, vergeht sehr viel Zeit, die es zu minimieren gilt. Oder anders ausgedrückt: Der Vorgang über weniger "Schreibtische" oder Bildschirme zu leiten und unsere Lieferanten noch stärker zu integrieren, ist der Schlüssel zum Erfolg. Dies alles vor dem Hintergrund, dass wir letztlich auch keinen höheren Lagerbestand bekommen – denn wir wollen das Ganze ja nicht auf Kosten einer schlechteren Lagerumschlagskennzahl erkaufen.

Aufsetzend auf den gewonnenen Erkenntnissen haben wir in den letzten sechs Monaten die daraus abgeleiteten Verbesserungsmaßnahmen pilotmäßig durchgetestet und können jetzt sagen: Die Bugs sind draußen, es läuft und wir können mit dem Thema an den Markt gehen. Die 24-Stunden-Garantie gilt übrigens für Stückzahlen von 1 bis 20.

Wird das 24-Stunden-Lieferversprechen auf inkrementale Sendix Drehgeber beschränkt bleiben?

Kübler: Nein. Wir haben bereits einen Fahrplan, das Thema sukzessive auszubauen und auch auf weitere wichtige Produktgruppen zu übertragen. Zunächst starten wir ja mit den inkrementalen Sendix-Drehgebern, im nächsten Step folgen dann die absoluten Versionen-Drehgeber.

Anzeige

Die Drehgeber-Neuheiten von Kübler

Die Batterie ist beim F5883 nicht mehr extern im Kabel integriert, sondern direkt im Geber.

© Computer&AUTOMATION

Im Drehgeber-Bereich stellt Kübler unter anderem die neue Generation der Sendix F58 Multiturn- und Singleturn-Drehgeber vor. Nachdem die bisherige Geberation in puncto Industrial Ethernet bereits Profinet und Ethercat unterstützte, verfügen die neuen Geräte nun über Ethernet/IP als Kommunikationsschnittstelle. Verfügbar sind die absoluten Drehgeber als Wellen- oder Sackloch-Hohlwellen-Variante. Letztere ist mit 15 mm ausgelegt.

Ebenfalls neu in der F58-Familie ist der Sendix F5883 in der Version Motor-Line. Indem Kübler bei diesem optischen Hohlwellen-Drehgeber das mechanische durch ein "elektrisches" Getriebe ersetzt hat, konnte die Bautiefe des Gebers um 27 mm auf jetzt 43 mm reduziert werden. Der F5883 weist somit die gleiche Baugröße wie ein inkrementaler Drehgeber auf, was nach Überzeugung von Kübler zu einer stärkeren Verbreitung von Multiturn-Drehgebern in Getriebemotoren führen wird.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

SPS IPC Drives 2018

Safety in der Sensorik

Was bieten Sensor-Hersteller aktuell in Sachen Safety an? Auf der SPS IPC Drives gab es hierzu einiges an cleveren Konzepten zu sehen - unter anderem bei Sick, Pepperl+Fuchs und Leuze electronic.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Start-ups

Der 'Automation Hackathon'

Beim 'Automation Hackathon' der SPS IPC Drives 2018 hatten sieben Start-ups die Chance, in 48 Stunden neue Geschäftsmodelle für ausgewählte Unternehmen der Automatisierungsbranche zu entwickeln. Gewinner: das Start-up Othermo in Zusammenarbeit mit...

mehr...

Pilz

One cable, many safety doors

At Pilz, users were able to create individual safety-door solutions from various components using the modular principle. The decisive factor here is a diagnostic tool that allows individual safety safety-doors to be controlled with single-cable...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren