Sick 2011

Stefan Kuppinger,

Hattrick wiederholt

Der Sensorik-Anbieter Sick in Waldkirch schafft im Geschäftsjahr 2011 erneut Bestmarken bei Auftragseingang, Umsatz und Profit.

Der Sick-Konzern startete fulminant ins Geschäftsjahr 2011 und konnte trotz konjunktureller Abschwächung das hohe Niveau halten. Als Gründe dafür nennt das Unternehmen die anhaltend starke Nachfrage nach intelligenten Sensoren vor allem für den Anlagen- und Maschinenbau sowie die flexible Anpassung der Organisationsstrukturen in 2011. In Summe resultierte daraus ein Umsatz von 902,7 Millionen Euro – ein sattes Plus von 20,5 Prozent gegenüber 2010 mit knapp 750 Millionen Euro Umsatz. Ein Allzeithoch erzielte Sick beim Auftragseingang: Ende 2011 lagen Bestellungen in Höhe von 922,3 Millionen Euro vor, 13,9 Prozent über dem Vorjahreswert (809,4 Millionen Euro). Das daraus ermittelte Book-to-Bill-Verhältnis von 102,2 Prozent spiegelt zwar die gute Entwicklung wider, weist aber auf eine geringere Dynamik hin: 2010 lag der Wert noch bei 108,1 Prozent.

Zum Jahresende 2011 verbuchte Sick ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 83,4 Millionen Euro - ebenfalls eine neue Rekordmarke, die einer 23,6-prozentigen Steigerung zum Vorjahr (67,5 Millionen Euro) entspricht.

Der Start in das Geschäftsjahr 2012 zeigt eine stabile Auftragslage bei einer geringeren Dynamik. Sick erwartet deshalb ein leichtes, einstelliges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Der Druck auf viele Unternehmen zur weiteren Rationalisierung in der Produktion und Logistik ist aber weiterhin ungebrochen hoch.

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Wachstum nach Regionen und Segmenten

2011 waren alle Regionen Wachstumstreiber. Herausragende Zuwächse wurden in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum verzeichnet, die mit 149 Millionen Euro und 148 Millionen Euro gleichauf lagen und um 25 Prozent zulegten. Im „Sonstigen Ausland“ belief sich der Umsatz auf 37 Millionen Euro. (+24 Prozent). Deutschland liegt im weiteren Wachstumsranking mit 19 Prozent Zuwachs auf 216 Millionen Euro noch vor Europa (+18) mit insgesamt 353 Millionen Euro Umsatz.  

Das mit Abstand umsatzstärkste Segment Fabrikautomation zeigte sich insbesondere im Maschinenbau und in der Automobilindustrie wachstumsstark: Ein Plus von 20 Prozent sorgte für eine Umsatzsteigerung auf 542,3 Millionen Euro (2010: 451,0 Millionen Euro). Das Segment Logistikautomation legte sogar um 23 Prozent auf 201,5 Millionen Euro zu. Nach dem geringen Wachstum in 2010 wurden die Chancen in der Prozessautomation genutzt: Vor allem die Impulse aus Bereichen wie der Gasindustrie, Petrochemie und Zementindustrie sorgten für eine Umsatzsteigerung von 19 Prozent auf knapp 160 Millionen Euro.

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