Sick
Durchgehend digitalisiert
Die Digitalisierung der Fertigung ist eines der zentralen Themen auf der SPS IPC Drives 2018. Wie sich Sick hier positioniert, erläutert Max Dietrich, Product and Application Manager Smart Data Solutions.
Herr Dietrich, wie geht Sick das Thema Digitalisierung an?
Max Dietrich: Digitalisierung ist nur möglich, wenn Daten gesammelt und zu Informationen verarbeitet werden. Schlüssel dazu sind unsere Sensoren. Ergo arbeiten wir daran, aus den durch die Sensoren gesammelten Daten einen konkreten Mehrwert für die operativen Prozesse zu generieren. Zentral ist dabei die dezentrale Intelligenz: Wichtig ist die Bereitstellung von Daten in der Cloud – insbesondere, wenn es um die Vergleichbarkeit von Daten verschiedener Standorte geht. Aus Gründen wie Integrationsaufwand und Datensicherheit gehen wir davon aus, dass die Edge künftig viel stärker an Bedeutung gewinnen wird. So legen wir besonderes Augenmerk darauf, viele Rechenoperationen bereits heute auf der Edge zu erledigen.
Sie stellen unter anderem die ‚Smart Service Suite‘ vor. Was genau ist das?
Max Dietrich: Der Name dient als Klammer für unser Portfolio, das Industrie-4.0-Lösungen umfasst und unsere Partner bei der Digitalisierung ihrer Fertigung unterstützt. Dies setzen wir in vier Schritten um: An erster Stelle steht dabei natürlich das Erfassen von Daten – zum Beispiel über unsere App. Im zweiten Schritt werden die Daten im digitalen Wartungsmanager dargestellt, samt notwendigen Dokumenten wie Wartungs- und Inspektionsberichten. Anschließend werden Live-Daten visualisiert und bewertet, Schwellenwerte definiert und bei Unter- oder Überschreitung der Werte Benachrichtigungen generiert. Für ausgewählte Sensoren haben wir schon erste Condition-Monitoring-Lösungen. Der letzte Schritt ist die Vorhersage, bei der Daten über eine Zeitachse analysiert und dank intelligenter Algorithmen bestimmte Events vorhergesagt werden. Auf unserem Messestand zeigen wir Lösungen für alle vier Schritte.
Was haben Anwender davon?
Max Dietrich: Wir erleichtern so den Einstieg in die Digitalisierung der Fertigung und in Industrie-4.0-Anwendungen. Denn schon einzelne für den Anwender passende Lösungen führen zu Kostenreduktion und Performance-Steigerung. Durch Erfassung und Visualisierung der installierten Basis gewinnen Anwender einen umfassenden und strukturierten Überblick über seinen aktuellen Sensor- und Maschinenstatus. So sind Service-Bedarfe frühzeitig erkennbar. Condition Monitoring reduziert ungeplante Stillstände und Servicekosten, da Bedienpersonal frühzeitig in Maschinen- oder Anlagenprozesse eingreifen kann. Kombiniert mit einer Vorhersage über die Ausfallwahrscheinlichkeit von Gerätekomponenten lässt sich zudem die Einsatzdauer kritischer Komponenten verlängern.
Setzt Sick auf Cloud-Lösungen?
Max Dietrich: Wir bieten sowohl Off- als auch On-Premise-Lösungen an, um unterschiedlichsten Kundenanforderungen gerecht zu werden. Das bedeutet, dass neben einer Lösung in der Sick-Cloud auch eine Integration in das Kundennetzwerk prinzipiell möglich ist.










