Sick Stegmann

Stefan Kuppinger,

Drehgeber-Hersteller wird umstrukturiert

Drei Monate nach dem Führungswechsel beim Drehgeber-Hersteller Sick Stegmann in Donaueschingen präsentiert das im März vorgestellte Führungsteam ein zweistufiges Sanierungskonzept.

Als Ursache für die zugespitzte Lage wurde zum einen die Abhängigkeit von der Druckindustrie sowie vom Automatisierungssegment Antriebstechnik identifiziert - zwei Bereiche, die von der aktuellen Wirtschaftskrise besonders stark betroffen sind. „Zum anderen zeigen die Analysen, dass effizientere Strukturen und Unternehmensprozesse notwendig sind", so Dr. Bernd Cordes, seit Anfang März Sprecher der Geschäftsführung bei Sick Stegmann. Beides soll bis Ende 2009 neu strukturiert werden. Sick Stegmann konzentriert sich künftig auf die Entwicklung und Produktion von Drehgebern; administrative Leistungen werden von der Konzernmutter in Waldkirch eingekauft - „soweit wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll", betont Cordes. Dazu gehören beispielsweise Leistungen aus den Bereichen Personalwirtschaft, Finanzen & Controlling, Einkauf, EDV und Logistik. Durch die Restrukturierung fallen etwa 30 Arbeitsplätze in Donaueschingen weg. Im nächsten Schritt werden die Fertigungskapazitäten der Auftragslage angepasst. Bevor aber Mitarbeiter in der Produktion entlassen werden, wartet die Geschäftsleitung die Entwicklung in den kommenden Monaten ab und nutzt bis Anfang 2010 das Instrument Kurzarbeit zur Kostensenkung. „Sollte die Auftragslage bis dahin auf unverändertem Niveau bleiben, müssen wir auch Mitarbeiter in der Produktion abbauen", bedauert Cordes.

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Die Maßnahmen bei Sick

Auch für die Sick AG als Konzernmutter sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin schwierig. Die Nachfrage nach Investitionsgütern und damit auch nach Sensorik ist schwach, der allgemeine Export nach wie vor gering. Zum 31. Mai 2009 rangierten Umsatz und Auftragseingang um 23 % unterhalb der Vorjahreszahlen. Als Reaktion auf diese Situation, hat Sick ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm gestartet und gleichzeitig die Vertriebsaktivitäten verstärkt. Bei Sick in Waldkirch sind betriebsbedingte Kündigungen für 2009 per Betriebsvereinbarung ausgeschlossen.

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