Achema 2015
Die Trends in der Prozessindustrie
International, interdisziplinär und innovativ – so will sich die Achema 2015, die vom 15. bis 19. Juni in Frankfurt/Main stattfindet, präsentieren. Ein neues Kongress-Format soll die Diskussionen näher an die Aussteller und die Besucher bringen.
Ab dem 15. Juni 2015 präsentieren wieder knapp 3.800 Aussteller auf rund 132.000 m² eine Woche lang Produkte, Technologien und Know-how rund um die Prozessindustrie. Mehr als 50 % der Aussteller werden diesmal aus dem Ausland erwartet – das wäre ein neuer Rekord. Verantwortlich dafür ist vor allem China, das mit Italien um die zweithöchste Ausstellerzahl nach Deutschland konkurriert. Insgesamt beteiligen sich Aussteller aus 55 Ländern. Die größte Ausstellungsgruppe bleibt unangefochten der Bereich 'Pumpen, Kompressoren und Armaturen'.
Gewachsen ist die Mess-, Regel- und Prozessleittechnik – eine Entwicklung, die angesichts des Trends zur Automation nicht überrascht.
Die Top-Trends der Branche definiert der Veranstalter wie folgt: Die Modularisierung und Automatisierung von Anlagen und Prozessen sowie die Energie- und Ressourceneffizienz und die integrierte Prozessentwicklung – Entwicklungen, die eine weitere Vernetzung verschiedener Branchen und Disziplinen voraussetzen. Die Veranstalter haben für dieses Jahr drei Fokusthemen-Schwerpunkte gesetzt, die sich durch alle Ausstellungsgruppen ziehen: Innovative Prozessanalytik, industrielles Wassermanagement und die Biobased World als Plattform für die biobasierte Industrie und die Biotechnologie sind in der Ausstellung und im Kongress an verschiedensten Stellen zu finden. Mit Sonderpublikationen, Markierungen und der Darstellung in der Achema-App liefern die Organisatoren Hintergrundinformationen und Orientierungshilfen für Besucher, die besonders an diesen Themen interessiert sind.
Der Blick auf Energie- und Ressourceneffizienz einschließlich des industriellen Wassermanagements führt mehr und mehr zur Integration von Prozessen. Die Rückgewinnung von Wärme und Rohstoffen und eine immer weitreichendere Schließung von Kreisläufen setzen voraus, dass Energie-, Stoff- und Wärmeströme von Beginn an in ihrer Gesamtheit betrachtet und designt werden. Dabei werden nicht mehr nur einzelne Prozesse miteinander verknüpft, sondern ganze Anlagen und Standorte vernetzt geplant.
Zusätzlich gibt es Bestrebungen, in der Prozessführung auf wechselnde Energie- und Rohstoffangebote reagieren zu können.
Neues Kongress-Format
Mit rund 800 Vorträgen begleitet der Achema-Kongress die Messe. Neben den drei Fokusthemen "BiobasedWorld", "Innovative Prozessanalytik" und "Industrielles Wassermanagement" gehören Energie-Effizienz, Werkstoffe und Materialprüfung und die Sicherheitstechnik zu den "hot topics" des Weltforums der Prozessindustrie. Dabei gehören Werkstoffe, Bioraffinerien, aber auch die "klassische" Verfahrenstechnik zu den wesentlichen Themen.
Zudem wird den Besuchern das neue Format "Praxisforen" geboten. Hier werden markt- und praxisrelevante Präsentationen zu den Schwerpunktthemen in räumlicher Nähe zu den jeweiligen Ausstellergruppen dargeboten. Die Foren bieten damit Herstellern, Lieferanten und Anwendern die Gelegenheit, sich im direkten Austausch mit Fachkräften, die sich branchenübergreifend und entlang der Wertschöpfungskette mit ähnlichen Fragestellungen beschäftigen, über neueste Trends, Technologien und Innovationen zu informieren. Die Teilnahme ist für alle Besucher mit einer gültigen Eintrittskarte kostenfrei.
Der erstmals ausgeschriebene Achema-Gründerpreis gibt Unternehmensgründern und Start-ups aus den Sparten Messtechnik/Analytik, Energie und industrielle Biotechnologie die Möglichkeit, sich dem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Neun Konzepte wurden ausgewählt und sind die ganze Woche über am Gründerpreisstand in Halle 9.2 zu finden. Die Sieger der drei Sparten werden im Rahmen der Eröffnungssitzung am 15. Juni 2015 bekannt gegeben.













