Endress+Hauser

Meinrad Happacher,

Der Umsatz stagniert

Anfang Mai gab Endress+Hauser die Geschäftszahlen für das Jahr 2016 bekannt. Mit einem Rückgang des Nettoumsatzes von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr blieb das Unternehmen hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Matthias Altendorf: "Für unsere gesamte Branche war 2016 – im Unterschied zur Fabrikautomation – erneut ein schwieriges Jahr."

© Endress+Hauser

Die Umsatzentwicklung bei Endress+Hauser der Jahre 2012 bis 2016 in Mio. Euro

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Der Nettoumsatz der Endress+Hauser Gruppe ging 2016 um 0,2 % auf 2,139 Mrd. Euro zurück. „Die Fremdwährungen haben bei uns im vergangenen Jahr für Gegenwind gesorgt“, sagte CEO Matthias Altendorf an der Bilanzmedienkonferenz in Basel. Wechselkurseffekte drückten den Umsatz um 50 Mio. Euro. „In lokalen Währungen haben unsere Verkäufe um 2,1 % zugelegt.“

Während sich Endress+Hauser in Europa mit +0,8 % gut behauptete, gingen die Umsätze in Amerika mit -4,6% zurück. Im asiatisch-pazifischen Raum stagnierten die Verkäufe; Afrika und der Nahe Osten lagen dagegen mit 7,8 % klar im Plus.

Solide Profitabilität

Das Betriebsergebnis (EBIT) gab um 14,2 % auf 215,5 Mio. Euro nach, das Ergebnis nach Steuern sank um 6,8 % auf 153,5 Mio. Euro. Die Umsatzrendite ging um 0,7 Punkte auf 10,2 % zurück. „Das erfüllt nicht unsere Ansprüche, aber für unsere Branche ist das immer noch ein guter Wert“, betonte Chief Financial Officer Dr. Luc Schultheiss. Die Eigenkapitalquote fiel aufgrund ungünstiger Zins- und Währungseffekte leicht um 0,8 Punkte auf 72,2 %.

Die Industrie-4.0-Aktivitäten

Den Herausforderungen durch die Digitalisierung begegnet Endress+Hauser durch eine Bündelung der Aktivitäten bei der E+H Process Solutions. Eine neue Tochterfirma im deutschen Freiburg im Breisgau arbeitet ausschließlich an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für die Industrie 4.0. Eine weitere neue Gruppenfirma namens Visaya hat ihren Sitz in Berlin und erkundet neue vertriebliche Wege zum Kunden in einer digitalisierten Welt.

Guter Start ins laufende Jahr

Für das laufende Jahr hat sich Endress+Hauser ein mittleres einstelliges Plus im Nettoumsatz vorgenommen, dazu will das Unternehmen die Rentabilität verbessern. 161 Mio. Euro sollen in neue Gebäude und Anlagen fließen, weltweit bis zu 150 Stellen neu entstehen. „Derzeit liegen wir im Auftragseingang über Budget“, berichtet Matthias Altendorf.

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