Hannover Messe 2010

Günter Herkommer,

Der Countdown läuft

Nur noch wenige Tage sind es, bis Bundeskanzlerin Angela Merkel und Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Abend des 18. April gemeinsam die Hannover Messe 2010 eröffnen. An fünf Tagen können sich die Besucher hier unter anderem umfassend über die aktuellen Technologien und Trends der Fertigungs-und Prozessautomatisierung informieren.

© Deutsche Messe

„Effizienter - Innovativer - Nachhaltiger" - so lautet das Leitthema der Hannover Messe 2010, die vom 19. bis 23. April ihre Pforten öffnet. Bis Ende März waren 4600 Unternehmen aus 63 Ländern angemeldet, die eine Fläche von mehr als 152 000 Quadratmetern belegen. „Dieser Stand entspricht unseren Planungen - in diesen Zeiten ist das ein sehr solides Ergebnis", sagt Dr. Wolfram von Fritsch, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe. Über 8000 Quadratmeter belegt allein das Partnerland Italien mit seinen 300 Ausstellern.

Im Umfeld von „Industrial Automation" will die Hannover Messe in diesem Jahr thematisch diverse Schwerpunkte setzen: Einer davon zielt auf Embedded-Techniken, also eingebettete Systeme. Begleitend zur entsprechenden Sonderschau „Industrial Embedded" in Halle 9 findet am vierten Messetag (22.04.) in den Räumen der Robotation Academy im Pavillion 36 erstmalig eine Konferenz für Produktionsentwickler, Automationsverantwortliche und Softwarespezialisten statt. Besucher können sich hier im Rahmen von 30-minütigen Vorträgen kostenlos über neue Themen und Anwendungsmöglichkeiten der Embedded-Systeme und IPC-Systemlösungen informieren.

Eine weitere Sonderschau befindet sich in Halle 14/15: die Ausstellung „Mobile Roboter & Autonome Systeme". Entsprechende Konzepte kommen heute bereits in vielfältigen Bereichen zum Einsatz: Mobile Plattformen optimieren die Abläufe der industriellen Produktion, Einkaufsguides navigieren die Kunden durch den Baumarkt und autonome Gabelstapler erleichtern Logistikprozesse.

Robotergestütze Automation steht ebenfalls im Mittelpunkt des „Applikation Park" in Halle 17 (Stand G15), welcher federführend von Kawasaki Robotics und seinen Systempartnern organisiert wird und den Besuchern live Automatisierungslösungen präsentiert, die speziell auf die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen zugeschnitten sind. Hierzu zählen Anlagen zur Palettierung von Kartons, CO2-Reinigung und Signierung, Richtpressenbedienung, Laserbeschriftung, dem Kleben von Bauteilen sowie der Kommissionierung mit Multigreifern für den exakten Griff in Kisten und Gitterboxen.

Dem Schlagwort Effizienz trägt die Messe unter anderem mit den „Efficiency Days" Rechnung. Dabei handelt es sich um eine erstmals stattfindende Veranstaltungsreihe, die das Megathema Energieeffizienz in industriellen Prozessen in den Mittelpunkt stellt. Im Zentrum steht die Efficiency Arena in Halle 15, in der Experten täglich über neue Trends und Hintergründe rund um das Thema Energieeffizienz informieren. Darüber hinaus wird es auch Vorträge und Veranstaltungen auf den Messeständen der beteiligten Unternehmen geben.

Anzeige

Maßnahmen gegen Produktpiraterie

Nach einer aktuellen Studie des VDMA sind mittlerweile zwei Drittel der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer von Produktpiraterie betroffen; der dadurch entstandene Schaden geht in die Milliarden. Dem entgegen zu wirken, ist Ziel mehrerer Aktionen auf der Hannover Messe 2010:

Auf dem Gemeinschaftsstand Produktschutz (Halle 17, Stand C 14 bis D17) demonstrieren Hersteller Lösungen, die sich bereits auf dem Markt bewährt haben. Darüber hinaus stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung Ergebnisse der Forschungsoffensive „Innovationen gegen Produktpiraterie" vor. Sie ist in Zusammenarbeit mit 70 Partnern entstanden und besteht aus zehn Teilprojekten.

Wie umfassender Schutz aussehen kann, zeigt ein Werkzeugmaschinen-Prototyp, den das Forschungsprojekt ProOriginal ausstellt. Bei diesem Versuchsobjekt werden die Komponenten nicht nur durch Einzelmaßnahmen geschützt, sondern zusätzlich auf Echtheit geprüft. Der neuartige Ansatz des Demonstrationsobjektes ist, die aktuelle Maschinenkonfiguration zu ermitteln und mit dem Originalzustand zu vergleichen. Das Exponat vereint verschiedene Schutztechniken und schafft so einen Schutzschild gegen Produktpiraten für die Gesamtmaschine.

Einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt auch der Zusammenschluss der Unternehmen SAP, Nokia und Giesecke & Devrient zu dem Gemeinschaftsunternehmen Original1, welches sich in der Halle 17, Stand D15/2, präsentiert. Der IT-Dienst von Original1 bietet eine einfache mobile Lösung, die in Echtzeit eine Produkt-Überprüfung zu jeder Zeit und an jedem Ort erlaubt. Der Hersteller stattet seine Produkte dabei mit Bar-Codes oder elektronischen Etiketten aus und versieht diese sowohl mit einer eindeutigen Identifizierungsnummer jedes Produktes als auch mit zusätzlichen Produktinformationen. Diese Informationen werden in der zentralen Datenbank von Original1 verschlüsselt vorgehalten. Ab diesem Punkt ist das Produkt registriert und jederzeit nachverfolgbar.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Althen

Vernetztes Condition Monitoring

Althen erweitert mit dem 'VDS130' das Portfolio im Bereich Vibrationssensorik. Das kompakte 4-Kanal-Vibrationsüberwachungsgerät wandelt Messdaten vom analogen IEPE-Beschleunigungsaufnehmer in digitale Condition-Monitoring-Daten und sendet diese per...

mehr...

Baumer

Alternative zur Schwinggabel

Eine zuverlässige Grenzstanderfassung ist entscheidend für sichere und effiziente Reinigungsprozesse. Welche Alternativen gibt es zu Schwinggabeln, die wegen ihrer Bauform und Technologie für manche Anwendungen nicht die ideale Wahl sind?

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren