Kübler

Thomas Günnel,

Absolutdrehgeber echtzeitfähig in IP67

Das Unternehmen Kübler setzt bei seinen Absolutdrehgebern auf Echtzeit-Fähigkeit: Es bietet seine IP67-Singleturn- und Multiturn-Geber der Familie „Sendix“ jetzt auch mit Profinet-IRT-Schnittstelle an. In puncto Inkrementalgeber, Prozessanzeigen und Neigungssensoren stellt das Unternehmen auf der SPS/IPC/Drives ebenfalls Neuheiten vor.

„Weil die Drehgeber den Profinet-IRT-Mode unterstützen, sind sie für Echtzeit-Anwendungen prädestiniert“, betont Lothar Kübler, in der Geschäftsführung des Unternehmens verantwortlich für den Bereich Entwicklung. „Der IRT-Mode bietet durch Entkopplung der Echtzeit-Kommunikation von der Standard-TCP/IP-Kommunikation eine Echtzeit-Lösung für taktsynchrone Anwendungen.“

In den Drehgebern ist das gesamte Drehgeberprofil gemäß „Profile Encoder Version 4.1“ sowie „Identification-&-Maintenance-Funktionalität in Version 1.16“ (IMO 1, 2, 3 und 4) implementiert. Durch Firmware-Updates lassen sich die Eigenschaften der Drehgeber erweitern, ohne sie demontieren zu müssen. Über Profinet sind Skalierungen, Preset-Werte und viele weitere Parameter programmierbar. Als Ausgabewerte können Position, Geschwindigkeit, Temperatur und andere Zustände der Drehgeber übertragen werden.

Für Anwendungen in der Schwerindustrie, besonders in massiven Kränen und der Stahlbranche, eignen sich die inkrementalen IP66-Heavy-Duty-Drehgeber der Serie H100. Ihr „HD-Safety-Lock“-Lageraufbau sorgt für eine Lagerbelastbarkeit bis 300 N axial und 400 N radial. Der Temperaturbereich erstreckt sich von –40 bis +100 °C, und die Materialien sind seewassergeschützt. Eine steckbare Federklemmleiste in der um 180° drehbaren Anschlusshaube vereinfacht den Kabelanschluss bei hoher Sicherheit. Als besonders bedienerfreundlich erachtet Kübler die Prozessanzeigen der Serie „Codix“ für Norm- und Temperatursignale sowie Signale von Dehnungsmessstreifen. An einer direkt am Gerät befestigten Kurzeinleitungskarte lassen sich alle Schritte für Programmierung und Inbetriebnahme leicht nachvollziehen. Die 14-Segment-LED-Anzeigen sind leicht ablesbar.

Für die Fahrzeug-, Kran- und Hebetechnik sowie für Solaranlagen und Nutzfahrzeugen sind die Neigungssensoren der Baureihe IS60 ausgelegt. Die schock- und vibrationsfesten Sensoren messen zweidimensionale Neigungen, wobei je nach Ausführung Messbereiche von ±10°, ±45° oder ±60° möglich sind. Sie haben eine CANopen-Schnittstelle und sind in einem IP68-geschützten Kunststoffgehäuse untergebracht. Ihr Temperaturbereich erstreckt sich von –40 bis +80 °C.

Andreas Knoll, Markt&Technik

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