zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Positionspapier zum Download

Davina Spohn,

ZVEI fordert mehr Schutz vor Cyber-Angriffen

Zunehmend digitalisierte und vernetzte Produktionsanlagen bieten für den Wirtschaftsstandort Deutschland eine große Chance, doch gehen damit auch Risiken einher. Der ZVEI führt in einem Positionspapier Rahmenbedingungen und Wege auf, mit denen sich die Cyber-Sicherheit und der Schutz vor Wirtschaftsspionage stärken lassen.

Der ZVEI fordert, dass insbesondere bei kleineren und mittelständischen Unternehmen die Schutzmaßnahmen gegen Spionage und Cyber-Angriffen erhöht werden.

© fotolia.com

"Gerade die hoch-innovativen kleinen und mittleren Unternehmen sind besonders von Angriffen aus dem Internet bedroht", betont Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Der ZVEI begrüßt daher die Absicht der neuen Bundesregierung, die Cyber-Sicherheit und den Schutz der Wirtschaftsspionage zu stärken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als zentrale Anlaufstelle bei Cyber-Angriffen zu etablieren, befürwortet Mittelbach ausdrücklich. Eine Meldepflicht für Cyber-Angriffe erachtet er jedoch nicht als zielführend: Werde ein Vorfall bekannt, müsse der Betroffene laut Mittelbach unverschuldet mit einem unverhältnismäßigen Reputationsverlust rechnen.

"Wir brauchen ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, das sowohl die spezifischen Erfordernisse der einzelnen Infrastrukturen und Anlagen als auch der dazugehörigen Steuerungs-IT umfasst", so Dr. Klaus Mittelbach zum Thema Cyber-Sicherheit.

© ZVEI

Der Verband sieht die Bundesregierung auf europäischer und internationaler Ebene im Zugzwang - sie "muss bei internationalen Wirtschaftsabkommen die Durchsetzung von EU-Datenschutz- und -Kommunikationsstandards anstreben", so Mittelbach.

Neben dem Schutz vor Wirtschaftsspionage weist der ZVEI auch auf die Sicherheitserfordernisse miteinander vernetzter kritischer Infrastrukturen - wie Energie-, Gesundheits-, Kommunikations- und Transportinfrastrukturen - hin. Mittelbach führt dazu auf: "Wir brauchen ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, das sowohl die spezifischen Erfordernisse der einzelnen Infrastrukturen und Anlagen als auch der dazugehörigen Steuerungs-IT umfasst. Die Elektroindustrie, als Bindeglied zwischen der Office- und Maschinen-IT, bietet die erforderlichen Lösungskompetenze für die entsprechenden Schnittstellen."

Die Standpunkte der Elektroindustrie hat der ZVEI in seinem Positionspapier "Cyber-Sicherheit und Schutz vor Wirtschaftsspionage" zusammengefasst. Computer&AUTOMATION stellt es zum Download bereit.

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

ZVEI

Prozessautomation wächst weiter

Der ZVEI rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von sechs bis sieben Prozent bei den weltweiten Auftragseingängen. Auch für 2015 gibt Hans-Georg Kumpfmüller, ZVEI-Fachbereichsvorsitzender Messtechnik & Prozessautomatisierung, eine Prognose...

mehr...

IT-Security

Sicherheitsbedrohungen im Jahr 2014

Der amerikanische Anbieter von Netzwerksicherheits-Systemen Fortinet hat die wichtigsten Sicherheitsbedrohungen im kommenden Jahr veröffentlicht. Unternehmen, Behörden und Endanwender müssen sich danach insbesondere gegen fünf Bedrohungen wappnen,...

mehr...
Anzeige
Anzeige

Interview

Industrie 4.0 - wie lässt sie sich umsetzen?

In der Region Ostwestfalen-Lippe haben sich 174 Unternehmen, Hochschulen und Forschungszentren zu einem Technologie-Netzwerk namens „it’s OWL“ zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie unter anderem den Weg für die Industrie 4.0 bereiten....

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

IoT Hotspot

Netzbetreiber im Zugzwang

Die hohen Investitionskosten für den Ausbau des 5G-Netzes machen den Netzbetreibern zu ­schaffen. Die Technologieberatung BearingPoint geht davon aus, dass sich die Netzbetreiber deshalb neu positionieren müssen – und zwar jetzt!

mehr...

Instandhaltung

Smart Maintenance noch Zukunftsmusik

Der Instandhaltung wird eine zu geringe Priorität eingeräumt – zu diesem Fazit kommen die Acatech und das Fraunhofer IML mit ihrer Umfrage zum Thema Smart Maintenance. Wo stehen die Unternehmen? Und was sollten sie dringlichst anpacken?

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren